Die Uda-Saga, Band 1, Episode 27

Shownotes

Auf dem Weg mit Johannes und Tünn nach Oedt erfährt Elß, was den Pferdeknecht ihres Manne so sehr bedrückt. Sie geht mit ihm einen kleinen Handel ein, um endlich dem Geheimnis ihrer Mutter näher zu kommen. Doch in Oedt hat der Gewaltverbrecher Lutcho wieder gewütet, Auf ihrem Sterbebett verweist ihre mütterliche Freundin Elß auf eine andere Frau, die ihr nun helfen könne. Tatsächlich bereitet die nun alles vor.

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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Episode siebenundzwanzig von ELZ.

00:00:18: Das ist der erste Band der Udasager, jenem neuen historischen Roman vom Niederrhein mit der besonderen Perspektive.

00:00:26: Taucht ein in das spannende Leben der ganz normalen Menschen – der Bauern, der Bürger, der Soldaten.

00:00:33: und wie Sie im elften Jahrhundert unter den vielen Generationen danach Ihren Alltag erlebten!

00:00:40: Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse begleiten wir zusammen diejenigen, Die-Uda-sager.de.

00:01:16: Also los, mit Episode siebenundzwanzig von Elz.

00:01:34: Aber ich war Robert immer treu, zick mir unskenne, betonte er.

00:01:39: Langsam dämmerte Elz worauf er hinaus wollte.

00:01:43: Und nun willst du wissen ob dein Robert das auch war?

00:01:47: Natürlich hatte sie ihre Hochzeitsnacht Mit dem gebotenen fast öffentlichen Beischlaf vor Augen Die angenehme Lust für sie beide, und ihr kam seine Aussage in Erinnerung zwar anders veranlagt zu sein aber es gleich wohl als sehr schön empfunden zu haben.

00:02:04: Wenn du so nett wärst, sagte Thün nun in unerwartet klaren Worten – offenbar war ihm das nun sehr wichtig!

00:02:11: Ich weiß natürlich dass die Ehe vollzogen werden muss um als gültig geschlossen anerkannt zu werden, fügt er hinzu.

00:02:19: Hälts nickte Und habt Ihr?

00:02:22: Els blickte in diese hoffenden, erwartungsvollen Augen eines grenzenlos liebenden Mannes und brachte es nicht übers Herz ihm die naheliegende Wahrheit zu sagen.

00:02:34: Sie schüttelte langsam dann immer schneller den Kopf.

00:02:37: Wir brauchten ein Flächchen mit dem Blut eines frisch geschlachteten Huns.

00:02:43: Damit hatte sie mit Worten nicht gelogen aber mit ihrem Kopf schüttern.

00:02:47: Thön machte einen großen Schritt auf sie zu.

00:02:50: er umarmte sich stürmig.

00:02:52: »Du ahnst nicht, wie viel mir das bedeutet«, sagte er glücklich.

00:02:56: Ihm lief eine Träne über die Wange.

00:02:59: Das war ihre Chance!

00:03:01: »Tönen?

00:03:01: – Ja, Els« fragte er wieder in seiner gewohnten kölnischen Sprache.

00:03:07: »Ich habe auch etwas, was ich nur mit dir teilen kann und von dem niemand etwas erfahren darf, auch Robert nicht.

00:03:14: – Oh je, wat güt dann

00:03:16: jetzt?!

00:03:17: Ich habe meiner verstorbenen Mutter versprechen müssen, mich um ihr Geheimnis zu kümmern.

00:03:22: Dass ich aber erst mit fünfzehn Jahren erfahren durfte... ...ich weiß also nicht was sich zu tun habe, aber ich weiss dass niemand etwas davon erfahren darf!

00:03:32: Das verstehe ich nicht.

00:03:34: Ich ja auch nicht.

00:03:36: Aber ich habe eine Frau aufzusuchen und ganz im Vertrauen mit ihr zu sprechen.

00:03:40: Können wir uns einigen das du in meiner Nähe bleibst wie Robert es dir aufgetragen hat?

00:03:45: Aber immer hundert Fuß oder so entfernt, wenn mir jemand was will schreihe ich und du bist dem Handtumdrehen bei mir.

00:03:52: – Äh, so hat sich der Robert das Sicher nicht für ihr stört!

00:03:56: Ich weiß aber es ist mein Wunsch.

00:03:59: Sovieles dein Wunsch war etwas Bestimmtes zu erfahren.

00:04:03: Thün kratzte sich lange am Kopf, sichtlich unschlüssig wie er damit umgehen sollte.

00:04:09: Dann risse sie zusammen und sagte Lossmatt probiere Hundert Fuß.

00:04:14: Elz nickte und ging ein Stück weiter.

00:04:17: »Und jetzt, Kree!

00:04:18: Was heißt das?

00:04:19: Schrei!«.

00:04:21: Elz schrie und Thün stürzte zu ihr.

00:04:24: »Nee datt!« befand der als er außeratembergier angekommen war.

00:04:29: »Neet me als Fufzig Force!

00:04:31: Sechzig!

00:04:32: Und du drehst mir die ganze Zeit den Rücken zu und hörst mir nicht zu und vergisst alles wo ich gewesen bin.

00:04:38: Minge Dwege!« Befand Thun und streckt ihr die Hand entgegen.

00:04:42: Els schlug ein und ging mit wachsener Spannung zu den Pferden.

00:04:46: In einem kleinen Körbchen hatte Johannes friedlich geschlafen, gerade wachte er auf, regte sich und begann sofort zu weinen.

00:04:55: »Hungrig!« Els setzte sich ins Gras.

00:04:59: Thün drehte sich dezent um – es war mal wieder Zeit zu stillen.

00:05:03: Trotzdem würde sie ihn weniger als einer Stunde wissen, worüber sie seit fünf Jahren rätselte was sie in so vielen Nächten den Schlaf geraubt hatte.

00:05:13: Doch wieder einmal kam es anders.

00:05:17: Schon von weitem sahen Sie die Menge an wütenden Ötern, die sich vor dem Eichenhof versammelt hatten.

00:05:23: Thünn griff nervös zum Schwert.

00:05:26: »Die kenne ich!

00:05:27: Von denen ist nichts Schlimmes zu erwarten« brüchte Els ihren Begleiter.

00:05:32: Walter kam aus der Türe – er weinte.

00:05:35: Als er Els mit dem Kind auf dem Arm saß, lief er ihr sofort entgegen – Els, wie schön!

00:05:41: Komm schnell.

00:05:42: Gerade hat Sophia davon gesprochen, wie Schönes gewesen wäre dich noch einmal zu sehen.

00:05:47: Vielleicht sogar mit deinem Kind und dann kommt dir wirklich….

00:05:50: Was ist mit ihr?

00:05:52: Es geht zu Ende, es kann jeden Moment zu spät sein.

00:05:55: Komm

00:05:55: schnell!".

00:05:56: Tünnsprang ab nahm zuerst das Kind und heifte an Els aus dem Sattel.

00:06:01: Sofort rannte er Els hinter Walter in den Eichenhof.

00:06:04: Wie oft hatte sie an diesem edenen Tisch gesessen Mit Sophia lesen und schreiben geübt, Und nun lag sie selbst darauf.

00:06:11: Blut verschmiert die Kleidung zerrissen Das Gesicht zur Hälfte nur noch eine breiige Masse!

00:06:17: Was ist passiert?

00:06:19: Lutscho hat sie über den Haufen geritten Nachdem sie mit dem Messer auf ihn los ist Weil er unserer Oder vergewaltigen wollte.

00:06:26: Tönngriff erneut zu seinem Schwert.

00:06:29: Ist der noch in der

00:06:29: Nähe?!

00:06:30: – Dazu ist er zu feige, sonst wäre er hier ein grausam Tod gestorben.

00:06:35: Wir wollen ihn alle loswerden!« sagte Walter verbittert.

00:06:39: Sophia öffnete das eine intakte Auge und versuchte ein Lächeln.

00:06:45: »Elf!« kam über ihre Lippen.

00:06:47: Jeder konnte sehen wieviel Schmerzen ihr das Sprechen bereitete.

00:06:51: »Ja, Sophia, ich bin es.

00:06:53: Und das ist mein gesunder Sohn Johannes, der dich gerne kennenlernen würde.

00:06:58: Sie hielt Ihr Kind vor Sophia.

00:07:00: Doch die winkte mit ihrer Hand Els heran und schaute dann ihren Mann an.

00:07:04: – Alle rauf, Bippen!

00:07:07: Ich glaube ihr sollt alle raus, sagte Els weil sie ahnte was Sophia mit ihr auf dem Totenbett noch besprechen wollte.

00:07:14: Sie reichte Johannes ihrem Begleiter und drückte Walter in Richtung Türe, kam dann rasch zurück und hielt ihr Ohr nahe an Sophias Mund.

00:07:22: Was möchtest du mir sagen?

00:07:24: Du Muffnachkimpel!

00:07:27: Fmit!

00:07:36: Ich verstehe dich nicht, flüsterte Els mit wachsender Verzweiflung.

00:07:40: Ist das Geheimnis in Campen beim Schmied?

00:07:43: Sophia nickte.

00:07:49: Und damit kippte er Kopf zur Seite.

00:07:53: Sophia war tot.

00:08:00: Was sollte das denn bitte?

00:08:02: Seit wann darf ein Mann nicht mehr bei seiner Frau sein, wenn sie stirbt!

00:08:06: Schere dich zum Teufel,

00:08:07: Els!".

00:08:09: »Du weißt, dass sie es so gewollt hat« sagte sie leise.

00:08:13: »Und was hat's dir so Wichtiges gesagt?«.

00:08:17: Sie kamen nicht mehr dazu, sagte Els und ging mit hängenden Schultern nach draußen, damit es genaubwürdiger wirkte.

00:08:25: Zuvor hatte sie ihrer mütterlichen Freundin noch ein Kreuz auf die Blut verschmierte Stirn gezeichnet.

00:08:31: Beim Herausgehen küßte sie ihren Daumen und schmeckte das Blut, verfluchter Lutscho!

00:08:39: Lambert hatte bereits davon berichtet, dass nun Falk der Sohn von Frumold der neue Vog gewonnen sei und sich sofort mit Lutschu befreundet habe – Die Mühle sei von selbst abgebrannt….

00:08:52: Es hätten bei dieser Feier schließlich genügend Fackeln in der Nähe gestanden, hatte der entschieden nach dem Lambert Knodos Sohn des versuchten Mordes bezichtigt hatte.

00:09:03: Als Lambert ihm daraufhin über Kaplan rein hat ausrichten ließ es gebe mit Els eine überlebende Augenzeugin, hatte Falk geantwortet.

00:09:12: die Aussage von Lutscho wie geschwerer denn er habe Genügen Zeugen die seinen guten Leumund beschworen

00:09:19: hätten.".

00:09:20: Das Mehlsecker aus der Mühle von Hans und Elz am Tag nach dem Brand, in Lutschus Mühlen gesehen worden waren, bezeichnete er als pure Lüge.

00:09:30: Er habe sich eine Woche später selbst davon überzeugt – und da sei nur Säcke von Lutschu gewesen!

00:09:36: Der habe ihm bei der Ehre seines Vaters geschworen, sich der neuen Mühler nicht genährt zu haben, zumal ja ja zum Fest gar nicht eingeladen gewesen sei ….

00:09:46: Bei der Ehres seines vaters… dachte Els.

00:09:51: Deutlicher hätte der Halunke gar nichts schwören können, die Unwahrheit zu sagen!

00:09:56: Sie dacht es nicht zum ersten Mal und war nun sehr froh, Thyn an ihrer Seite zu wissen.

00:10:03: Die Nacht verbrachten Els Johannes und Thyn bei Anselm, Walli und Elsbett – die inzwischen als Jungbauern den Kastanienhof zusammen mit Heder-und Elly bewirtschafteten.

00:10:12: Sie hätten sich glücklichere Umstände für ein Wiedersen gewünscht aber allein das Els überlebt hatte und mit einem gesunden Jungen in ihr Geburtsdorf zurückgekommen war, zählte für die beiden Freundinnen.

00:10:24: Als Walli den Namen des Sohnes von Ells hörte, riss sie ihre Augen vor Verwunderung ganz groß auf.

00:10:30: – Johannes?

00:10:32: Nach deinem… begann Sie!

00:10:34: Ja, nach dem Vater-und Großvater meines Schwiegervaters Giovanni setzte Ells den Satz fort.

00:10:40: Dass ihr eigener Vater Johann geheißen hatte, sollte die Familie ihres Mannes lieber nur zufällig erfahren.

00:10:46: An dieser Stelle hatte sie jedoch bemerkt, dass Thünn sehr aufmerksam den ersten Satz von Walli zur Kenntnis genommen hatte.

00:10:54: Sicherlich würde Robert Wald einschlägige Fragen stellen!

00:10:58: Von Walli erfuhr sie auch, daß es mit der Ehe des Schmieds in Kämpfen etwas Besonderes auf sich hatte – aber alle nur Andeutung darüber machten….

00:11:07: Jedenfalls gab es das Gerücht, dass das Kind des Schmieds bereits sechs Monate nach der überstürzten Hochzeit zur Welt gekommen sein soll und es dem damaligen Pfarrer Waldrick sehr ähnlich gesehen habe.

00:11:20: Er habe sich dann auch eine neue Haushälterin gesucht weil seine bisherige Jafrau des Schmiids geworden war – die Namen seiner Kinder kannte Wally jedoch nicht.

00:11:30: Das war der Moment an dem Ansämt sich einschaltete!

00:11:34: Die kenne ich auch nicht, aber seine Enkeltochter.

00:11:37: Die ist etwas älter als wir und hat schon eigene Kinder.

00:11:41: Woher weißt du denn so was?

00:11:44: wunderte sich Walli an seinem Wurde Rot.

00:11:47: Na als Ulrich offenbar hinter dir her war und sein und dein Vater offenbar nichts dagegen hatten habe ich mich etwas umgesehen.

00:11:56: Ist sie hübsch?

00:11:58: wollte Wallis Spitz wissen.

00:12:00: Ja sehr, aber sie hat damals einen Handwerkersohn geheiratet.

00:12:04: Wäre ja auch für mich etwas zu alt gewesen!

00:12:07: Und wie heißt die gute Frau?

00:12:10: Gisela!

00:12:12: Mein Gott das passt.

00:12:13: ich habe von weiter sprach Sie nicht denn ihr wurde bewusst dass das alles die anderen schon längst nichts mehr anging.

00:12:23: Eine Stunde später begann Elzig in Kämpfen nach der Enkeltochter des Schmieds durchzufragen.

00:12:28: So stand sie denn, dünn in der Nähe aber nicht zu nah bald vor einer Schreinerei, in der unermüdlich gearbeitet wurde.

00:12:36: Ich möchte zu Gisela sprach Els zu einer Frau von gut zwanzig Jahren.

00:12:41: Die habt ihr gefunden und wer seid ihr?

00:12:43: – Ich komme von Sophia und hätte mich normalerweise mit der Blüte eine Schlüsselblume Ostern oder Weihnachten in die Kirche gestellt!

00:12:52: Entsetzt blickte er die Frau ins Gesicht.

00:12:54: Sie zog sie nach draußen hinter einen Strauch.

00:12:57: Dann hättet ihr auch eine Antwort, wenn ich euch mit Primula Vérez anreden würde?

00:13:02: fragte Gisela flüstern.

00:13:04: Dabei blickte sie zu Thünn herüber und sagte Antwortet jetzt nicht!

00:13:08: Sag mir lieber was das für ein Mann ist.

00:13:10: Ihr wisst doch dass niemand in der Nähe sein darf schon gar kein Mann Wenn es um diese Angelegenheit geht.

00:13:16: Elz nickte.

00:13:17: Mein Mann bestand darauf Dass sein Steignecht Thun auf mich aufpasst Wo ich doch das letzte Mal den Öd fast umgebracht worden wäre.

00:13:25: Trotzdem, das geht nicht.

00:13:27: Aber ich warte schon so lange darauf, ähnlich zu wissen was es mit diesem Auserwählzeichen auf sich hat!

00:13:35: Ihr seid einer Außerwähle und nicht nur eine Helferin?

00:13:39: Giese da startete sie mit weit aufgerissenen Augen an.

00:13:43: Was ist der Unterschied?

00:13:45: Das wisst ihr nicht!

00:13:47: fragte sie eine Spur zu laut.

00:13:49: Sofort bemerkten Sie beide wie sich Thün umgedreht hatte und in ihre Richtung schaute.

00:13:54: Ganz leise flüstern, erklärte Els, dass sie gar nichts wisse.

00:13:59: Dass sie lediglich von einer Freundin als Auserwählte bezeichnet worden war, die ihr diese lateinischen Wörter beigebracht habe und das offenbar ihre verstorbene Mutter sie auserwählt habe – Sie sich aber nichts erinnern können!

00:14:14: Gisela schaute sie vollkommen irritiert an.

00:14:17: Ich verstehe Nichts, sagte sie.

00:14:20: Els war hin-und hergerissen.

00:14:23: Einerseits wollte sie endlich wissen, worum es bei diesem obskuren Geheimnis ging.

00:14:28: Andererseits schien sie wieder nicht zum Ziel zu kommen und hatte größte Lust die Sache auf sich beruhen zu lassen.

00:14:35: Am Ende würde sie noch irgendwie in den Gefahr bringen, weil sie sich nicht frei bewegen konnte und Thön immer in der Nähe sein würde.

00:14:42: Plötzlich leuchtete er's im Gieselass Augen!

00:14:45: Dann seid ihr am Ende ELZ?

00:14:48: fragte sie.

00:14:50: ELZ nickte Die berühmte Els, ich fass es nicht!

00:14:55: Gisela machte aus ihrem Erstaunen und ihrer Bewunderung kein Geheimnis.

00:15:00: Darf ich euch umarmen?

00:15:01: – Ja sicher, sagte Els, und sagt doch einfach Els zu mir.

00:15:07: So gerne!

00:15:09: Gisel umarmte sie nicht nur, sie fingerte am Kragen ihrer Tunica, lockerte ihn und streichelte auf dem Rücken über ihre Haut als wäre sie auf der Suche nah etwas Plötzlich hielt sie inne, rieb sanft immer wieder über eine Stelle.

00:15:23: – Es ist wahr!

00:15:26: sagte sie und du weißt gar nichts?

00:15:29: Ich weiß nur, dass ich mir Weihnachten oder Ostern eine Primalblüte ins Haar stecken sollte, daß sich dann mit Primula Veris angesprochen werden würde, was ich zu antworten hätte und als Reaktion erwarten müsste, das ich Schreiben und Lesen lernen sollte bevor ich fünfzehn bin.

00:15:45: Jetzt säuft sie bevor sie fortfuhr Und da Sophia tot ist, die mir eigentlich schon seit ein paar Wochen alles Weitere zeigen wollte und mir Sterben mit ihrem letzten Atemzug deinen Namen genannt hat.

00:15:58: Jetzt säufste Gisela!

00:16:02: Wie furchtbar….

00:16:04: Daraufhin erzählte ihr als die ganze Geschichte von ihrer plötzlichen Erinnerung von dem Überfall in der Mühle, von ihrem Sohn, von ihrer langen Genesung und von dem großen Wunsch endlich das zu erfahren was ihre Mutter ihr vermitteln wollte.

00:16:20: Währenddessen hatte Gieselei sie nachdenklich angeschaut – dann schien Sie einen Plan zu haben!

00:16:26: Reit zurück nach Öth, finde irgendjemand, der auf deinen Sohn und dein Begleiter aufpasst und dann treff mich allein in der Dämmerung an der Stelle wo vom Fairplatz aus der Fahrt zum Römerturm

00:16:38: abzweigt.".

00:16:39: Römertum?

00:16:41: Kennst du

00:16:41: nicht?!

00:16:42: Doch, natürlich haben wir oft drin gespielt.

00:16:45: Na siehst Du!

00:16:46: Um alles andere kümmere ich mich... Was denn noch?

00:16:49: Wirst Du schon sehen?

00:16:50: und jetzt fragt mein Mann bitte ob er Dir eine neue Truhe fertigen kann und ob er sonst was tun kann wenn Du die Mühle wieder aufbaust.

00:16:59: Will ich ja gar nicht Jaa aber er muss doch irgendwie begreifen warum ihr beide zu uns gekommen seid.

00:17:05: Sag ihm einfach dass wir uns von früher kennen Und du mich um Rat gefragt hast, ob du die Mühle wieder aufbauen sollst.

00:17:11: Ells verstand!

00:17:13: Aber statt nur in dieser Ablenkung zu präsentieren, begann sie tatsächlich über einen Wiederaufbau nachzudenken und sagte das auch direkt Gisela.

00:17:21: – Und?

00:17:23: Soll ich?

00:17:24: Sagen wir mal so… Hängt auch davon ab was mein Mann beitragen kann und wie viel das kosten darf.

00:17:31: Giseler zwingerte ihr zu und lächelte.

00:17:35: Walli und Anselm hatten überhaupt nichts dagegen, dass sie ein weiteres Mal bei ihnen übernachteten.

00:17:41: Und sie freuten sich sogar für ein paar Stunden auf Johannes aufpassen zu dürfen, nachdem Els ihn nach dem gemeinsamen Abendessen noch einmal gestillt hatte.

00:17:50: Das sollte jetzt bis Mitternacht reichen!

00:17:53: Kopfzerbrechen bereitet ihr jedoch weiterhin das Tünnen ihr auf Schritt-und-Tritt folgte – und nicht von ihrer Seite wich'.

00:18:01: Wenn das so bliebe wäre alles vergeblich und sie müsste in ein paar Monaten einen neuen Versuch unternehmen.

00:18:08: Doch dann kam ja eine Idee, denn neben der Fähre lag doch das Wirtshaus – und wenn sie Glück hatte?

00:18:15: Sie hatte Glück!

00:18:17: Denn ihr schlimmster Feind war schon von weitem aus dem Innern zu hören.

00:18:22: Lutscho brüstete sich mit irgendwelchen Heldengeschichten die er angeblich im Kampf gegen den Grafen von Vlandern erlebt hatte.

00:18:30: Jetzt nahm sich vor, Hans danach zu fragen ob der Ötermiles wirklich mit dabei gewesen sein könnte.

00:18:37: Denn während der ersten Kämpfe in Flandern hatte Lutscho sie überfallen und fast getötet.

00:18:43: Pass auf Tönn!

00:18:45: Ich habe hier etwas zu erledigen von dem wie du weißt auch du nichts erfahren darfst, sagte sie als sie sich der Schenke näherten.

00:18:53: Die einzige Gefahr, die mir droht, geht von diesem Verbrecher aus, der sich da gerade beim Hafenwirt betrinkt.

00:19:01: Behalte ihn doch einfach im Auge!

00:19:03: Dann hast du mich mehr geschützt als würdest du irgendwo in den Dunkeln in die Nacht

00:19:07: sterren.".

00:19:08: Ich verstanden.

00:19:10: Und zur Tarnung solltest Du da drinnen auch ein paar Bier trinken?

00:19:14: Akura dat volt Robert Nietz.

00:19:17: Er wollte nicht, dass du betrumpfen bist.

00:19:19: Aber wenn du so besser auf mich aufbassen kannst ist das bestimmt in seinem

00:19:23: Sinne.".

00:19:24: Thün leckte sich mit der Zunge über seine Lippen.

00:19:27: »Alsoo mach'em halt!«.

00:19:30: Nachdem sich Els langsam dem Fahrt zum Römerthurm genähert hatte stand Giese da plötzlich vor ihr.

00:19:37: Sie hatte hinter einem kleinen Strauch nahe der Fährstelle schon auf sie gewartet.

00:19:41: Also, ganz schnell das Wichtigste, wo uns jetzt keiner zuhört, sagte sie, während Sie Els eine Kerze und ein Beutel mit Feuerstahlzündbuchse und Kinsparen sowie einen glucksenen Schloch überreichte.

00:19:52: Els besah sich die einzelnen Teile und blickte sie ratlos an.

00:19:56: Also, der Unterschied sich in Helferinnen auserwählten ist nicht groß.

00:20:01: Auch wir Helferin können immer wieder herkommen um alles zu studieren was du gleich sehen wirst.

00:20:07: Wichtig ist nur dass immer eine von uns die andere begleitet damit einer aufpassen kann ob sich jemand nähert.

00:20:14: Dann muss man vorher ein Erkennungszeichen verabredet haben damit diejenigen im Innern des Turms sofort alles zumachen und das Licht löschen können.

00:20:23: Jetzt verstand immer noch nicht.

00:20:25: Wirst du gleich verstehen, beruhigte Gisela sie!

00:20:28: Falls irgendwas dazwischen kommt solltest Du den wichtigsten Unterschied kennen.

00:20:32: Wir Helferinnen dürfen einmal im Leben eine andere Helferin bestimmen.

00:20:36: Ihr auserwelten alle drei bis fünf Jahre eine.

00:20:40: Wenn wir erfahren dass eines der Mädchen oder einer der Frauen stirbt bevor Sie selbst die Wahrheit weitergegeben hat dürfen wir jeweils eine neue bestimmen.

00:20:50: Es wurde ganz schwindelig bei diesen setzen.

00:20:53: Wichtig ist, jedes Mitglied der Primularschwesternschaft wird erst mit fünfzehn eingeweiht und fünf Jahre danach trifft es selbst seine erste oder einzige Wahl.

00:21:04: Das läuft an den drei Stufen.

00:21:07: Zuerst suchen wir uns ein fünffäiges Mädchen aus das uns pfiffig und vertrauenswürdig genug erscheint.

00:21:13: Dem geben wir auf einen Geheimnis unbedingt für sich zu behalten!

00:21:17: Das Auszuplaudern muss sehr verlockend sein.

00:21:21: Wenn es das trotzdem für sich behalten hat, sprechen wir es mit zehn Jahren wieder an und geben ihm auf in den nächsten fünf jahren Lesen und Schreiben zu lernen.

00:21:30: Also auch Latein verstehen zu können!

00:21:33: Und das klappt?

00:21:34: Wer schlau ist findet einen Lehrer selbst hier auf dem Dorf.

00:21:38: oder hast du es nicht geschafft?

00:21:40: Es war nicht mal so schwer Siehst Du?

00:21:43: Und dann kommt es zur Einweihung wie bei dir heute Nacht.

00:21:47: Da bin ich jetzt aber gespannt.

00:21:50: Ja Darfst du, denn jetzt kommt die größte Herausforderung im Leben.

00:21:54: Alles für dich zu behalten und mit keinem anderen außerhalb unserer Primulaschwesternschaft darüber zu sprechen!

00:22:01: Und nie, nie, NIEmals einem Mann gegenüber auch nur eine Andeutung zu machen.

00:22:06: Sonst verlieren wir alle unser Leben oder die Wahrheit wird für immer

00:22:10: zerstört.".

00:22:12: Sie waren an dem halb zerfallenen Turm angekommen der vor vielen Jahrhundert von den Römern angelegt worden war.

00:22:18: Alle paar Meilen gab es noch Reste von diesem Befestigungssystem, über das die Machthaber damals offenbar das andere Ufer der Nieß im Auge behilten und sich untereinander verständigten.

00:22:29: Aber seit vielen Generationen waren diese Türme vor allem als Steinbrüche verwendet worden um verschlammte Innenhöfe besser begehbar zu machen oder ein Stück Weg durchs Moor zu befestigen.

00:22:39: Nur einem glücklichen Zufall war es zu verdanken dass in Öd zumindest die Umrisse noch zu erkennen waren auch noch einen geschützten Innenraum gab, in anderen Orten waren längst nur noch Fundamente übrig geblieben oder selbst die schon in Teilen verschwunden.

00:22:57: Es war stockdunkel geworden – Gisela nahm Els an die Hand und führte sie die Treppe hinauf.

00:23:03: Sie tastete auf dem mit Erde Schutt und kleinen Steinen bedeckten Vorsprung, auf dem auch Els oft gesessen hatte wenn sie von hier aus Vögel an der Näs beobachtet sich mit ihrem eigenen Kummer beschäftigt oder mit Jungs und Mädchen aus dem Dorf gespielt hatte.

00:23:18: »Du musst das jetzt erst einmal alles beiseite schieben«, erklärte Gisela.

00:23:23: – Was denn?

00:23:25: Ich sehe ja gar nichts!

00:23:27: Giseler ergriff ihre Hand und schob mit ihr den ganzen Dreck mitsamt Blättern Steinen- und kleinen Felsbrocken von dem leicht erhöhten Plateau.

00:23:35: Aber merk dir wo du es hinschüttest.

00:23:38: Du musst es anschließend wieder drauflegen damit es keiner findet Manchmal auch innerhalb weniger Augenblicke, wenn deine Primula Schwester Alarm gibt.

00:23:46: Und dann?

00:23:47: Gisela führte die Hand von Els in der Dunkelheit zu einer kleinen Vertiefung im Mauerwerk, die Els nie zuvor wahrgenommen hatte.

00:23:56: Fühlst du was?

00:23:57: Ja!

00:23:58: Ein Kleines Ast oder ein Stückchen.

00:24:01: Gut, bleib mit deinem Finger drauf aber bewege ihn noch nicht.

00:24:06: Dann tastete sie nach der anderen Hand von Elz und führten sie in eine andere Nische.

00:24:12: Fühlst du was?

00:24:14: Ja, nochmal so einen Ast.

00:24:17: Dann drücke jetzt beide gleichzeitig nach hinten.

00:24:21: Als Drückte!

00:24:26: Weiter geht es an dieser Stelle mit Episode achtundzwanzig in der nächsten Woche.

00:24:31: Wenn ihr solange nicht warten wollt das ganze Buch im Zusammenhang lesen oder verschenken wollt auf www.die-uder-sager.de.

00:24:42: erfahrt Ihr wie er ist gedruckt oder als E-Book bekollt.

00:24:47: Wir wünschen euch eine spannende Lektüre!

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