Die Uda-Saga, Band 1, Episode 25
Shownotes
Die Kölner Kaufleute lernen ihre künftige Schwiegertochter kennen. Skepsis über das Mädchen vom Dorf verwandelt sich in Achtung, als sich Graf und Gräfinnen zu einer Feier in Oedt ankündigen. Kurzerhand ziehen Robert und Lambert die Hochzeit vor. Elß ist so glücklich wie noch nie. Doch das Unheil lauert schon.
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00:00:00: Herzlich willkommen zu Episode twenty-fünf von Els.
00:00:18: Das ist der erste Band, Der Udersager, jenem neuen historischen Roman vom Niederrhein mit der besonderen Perspektive.
00:00:28: Taucht ein in das spannende Leben der ganz normalen Menschen – der Bauern, der Bürger, der Soldaten und wie sie im elften Jahrhundert und in den vielen Generationen danach ihren Alltag erlebten!
00:00:42: Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse begleiten wir zusammen diejenigen, Du bist wirklich begabt, sagte er mit den Zeichnungen von Kräutern und jeweiliger Beschreibung von Wirkungen und Dosierungen vor sich auf dem Tisch.
00:01:43: Ich wusste zum Beispiel gar nicht was man mit Petersilienöl alles anfangen kann, sagte Das ist ja auch gefährlich und sollte deshalb nicht allgemein bekannt sein.
00:01:56: Ja, aber du kannst offenbar die Samen verwenden, damit die Männlichkeit wieder gegeben ist.
00:02:02: Das dürfte doch so begehrt sein, dass sich damit größere Geschäfte machen
00:02:06: lassen.".
00:02:07: Und bei der Frau wirkt es gegen Schwierigkeiten mit dem Monatsblut – und wenn sie schwanger geworden ist und das Kind nicht sein darf?
00:02:14: Aber lasst das bloß niemand wissen!
00:02:16: Lambert schon gar nicht, ergänzte Els.
00:02:20: Und wenn du zu viel davon nimmst, kannst du leicht sterben.
00:02:23: Ganz gleich ob du Mann oder Frau bist, fügte sie
00:02:26: hinzu.".
00:02:27: Man dürfte es also nur in winzigen Dosierungen und stark verdünnt verkaufen.
00:02:31: »Dann läufst Du Gefahr von Deinen Kunden verklagt zu werden weil es gar nicht wirkt!«.
00:02:36: – »Wir könnten es dennoch versuchen.
00:02:39: Vielleicht sollten wir eher versuchen noch ein wenig zu schlafen bevor morgen deine Eltern kommen und das große Fest vorzubereiten ist.
00:02:47: Es war gar kein Problem für beide, einfach nebeneinander einzuschlafen.
00:02:52: Zwar war der Zweck seiner Übernachtung in der Mühle bereits erfüllt, denn es gab einen Zeugen, der sie zusammen gesehen hatte und so hätte Robert auch im Saalwurf oder in der Herrberge übernachten können.
00:03:02: – doch wer hätte zu der gemeinsamen Nacht vor der Eheoffiziell Anstoß nehmen können wenn nicht der Rang höchste Geistliche am Ort?
00:03:10: Und das war im Augenblick lambert!
00:03:13: So konnten sich schon einmal damit beginnen sich aneinander und die ungewohnte Situation zu gewöhnen, bald fenden sich gemeinsame Projekte bei denen sie ihre Talente zusammenbringen könnten.
00:03:24: Es war sogar keine Ehe wie Sie in diese Zeit passte – der Mann befiehlt, die Frau
00:03:29: folgt.".
00:03:30: Schluss Ein gegenseitiger Respekt zwischen ihnen war eher fremd wenn auch bei vielen Paaren mit den Jahren vorhanden.
00:03:39: Jedenfalls war es genau das was ich Els immer gewünscht hatte obwohl sie wie alle anderen Mädchen dazu erzogen worden war, die unselbständige Dienerin ihres Mannes zu sein.
00:03:51: Doch selbst an den Vorbereitungen für die Hochzeit in drei oder vier Wochen in Gladbach wollte Robert sie beteiligen und auch ein paar Leute einladen, die gewöhnlich nicht in seinem Hause verkehrten – die ihr aber wichtig waren!
00:04:05: Als Els am nächsten Morgen einen Eimer mit Wasser aus dem Brunnen ins Haus holte, damit Robert sich ungesehen von der neugierigen Dorfbevölkung waschen konnte, bemerkte sie auf der hohen Straße drei Reiter.
00:04:17: Die offenbar aufmerksam zu ihr herüberschauten – aber sie waren zu weit weg so dass sie ihre Gesichter nicht erkennen konnte!
00:04:24: Vielleicht vorboten des kleinen Hofstaates den ihm Trudys angekündigt hatte?
00:04:29: Von Hans wusste sie nur, dass Irmgardis vielleicht auch kommen würde um ihre Schwester nach den vielen Monaten ihrer Wallfahrt nach Rom wiederzusehen.
00:04:38: Möglicherweise wäre Graf Bruno der Bruder von Irmgardis und Irmtrudis – auch dabei!
00:04:44: Das legte nahe das sich Ihre führenden Militis schon einmal ein Bild von der Situation macht.
00:04:50: Was würde das für einen Fest werden?
00:04:53: Und wie stolz wären auch Roberts
00:04:55: Eltern?!
00:04:56: Als sich von Süden her zwei weitere Reiter näherten, zogen die drei anderen an ihren Zügeln und ließen die Pferde nach Norden traben.
00:05:04: Als sie beiden den Weg Richtung Mühlen nahm, konnte Elzi bald erkennen Es waren Hans und Lambert ihr geliebter Bruder und ihr gelIEbter Mann im freundschaftlichen Gespräch wie sich doch alle Dinge zum Guten wendeten.
00:05:20: Schnell war etwas brei zur Begrüßung gekocht Und als dann alle vier in der Mühle um einen großen neuen Tisch herum saßen, hätte sich Els am liebsten gewünscht das hier ihre Familie leben und mit ihren Kindern und genau diesen drei Männern alt werden könnte.
00:05:35: Lambert berichtete davon wie er Hans am frühen Morgen im Campen traf – also er selbst mit Kaplan Reinhardt klärte den Öther Saalhof für seine Eltern, für Gräfin Emtrudis und für ihn selbst herzurichten.
00:05:47: Für Imgardis und Bruno würde der Saalhofen Kampen vorbereitet falls sie denn auch hinzukämen.
00:05:53: Die Bediensteten hätten wahrscheinlich ausreichend Zelte dabei, um in der Nähe ihrer Herrschaften übernachten zu können.
00:06:01: Die erste Begegnung mit ihren künftigen Schwiegereltern verlief in angespanntem Zustand.
00:06:06: Wolbert und Megelind sagten nach ihrem ersten Eindruck Sie seien enttäuscht!
00:06:12: Sie hätten sich eine große Mühle vorgestellt – mit großem Malwerk und einem gewaltigen Lager voller Mehlsäcke und nicht so ein kümmerliches Hütchen.
00:06:22: Als sie in Öd ein wenig von Robert-und Lambert herumgeführt wurden, mokierten Sie sich über den dörflichen Charakter – mussten aber einräumen, dass der Ort mit dem Schmied, dem Fährmann und dem Gastwirt durchaus Chancen für eine baldige gute Entwicklung biete, zumal sie die Einnahmen aus Mühl-, Fähr- und Übernachtungsbetrieb bereits zu ihrem künftigen Besitz zählten.
00:06:43: Robert wies sie allerdings sogleich darauf hin, daß Els nur die Schwester des Erben sei und es von den Verhandlungen abhänge, was ihrer Familie daraus nach einer Ehelschließung zufließe.
00:06:54: »Na, Robert hat aber eine ordentliche Mitgift verdient!
00:06:57: Wenn schon so wenig Reputation mit dieser Elz in die Familie kommt, bemerkte Megelind Spitz.
00:07:04: Ich kann nur bestätigen, was Lambert über sie erfahren hat.
00:07:08: Die Frau hat ordentlich etwas im Kopf und kann unseren Reichtum sehr mehren wenn wir auf ihre Ideen zählen«, meinte Robert.
00:07:15: – Ideen?
00:07:19: Wer hat dir denn diese wirren Fantastereien in den Kopf
00:07:22: gesetzt?!
00:07:23: Als ob Frauen für das Geschäft nützlich wären, knuchte sein Vater.
00:07:27: Megel enthieb ihm mit ihrem Ellenbogen kräftig in die Seite!
00:07:31: – Dich habe ich nicht gemeint, meine Liebe, sagte er daraufhin.
00:07:35: Aber behalte es für euch, fügte er an seine Söhne gewandt hinzu.
00:07:39: Wie stehe ich sonst da in der Kölner Kaufmannschaft?
00:07:43: Ein Boote kam auf sie zugeritten und kündigte an, dass die hohen Herrschaften aus Aspel am frühen Nachmittag des nächsten Tages erwartet werden dürften.
00:07:51: Es solle doch ein eigener Tisch an geeigneter Stelle für Sie aufgestellt werden, an dem sie sich mit ihrer Schwester und interessanten Gästen austauschen
00:07:58: könnten.".
00:08:00: Lambert dankte, rief sofort ein paar Leute vom Dorf zusammen und gab entsprechende Anweisungen.
00:08:06: Bei so hoch stehenden Herrschaften, hören sicherlich der Vogt aus Kempten und ein paar weitere Edeläute aus der Nachbarschaft mit ihren Gattinnen ebenfalls die Nähe der Gräfinnen und der Grafen suchen.
00:08:17: Und ihr kommt natürlich auch an den Ehrentisch", sagt er zu seinen Eltern.
00:08:22: «Vergiss Els nicht», sagte Robert, »nicht zuletzt Irritwegen kommt Kräfinn im Trudis aus Süchteln!
00:08:28: Und wegen ihr kommen auch alle anderen.».
00:08:30: Du meinst ich sollte euch wie einen Brautpaar mittendrin unterbringen?
00:08:35: Ist das nicht viel zu früh?
00:08:37: fragte Lambert.
00:08:39: Nicht, wenn wir einfach... Robert traute sich zunächst nicht es auszusprechen.
00:08:46: Du meinst, wenn ihr einfach heiratet und dass die von den Gräfinn ausgerichtete Hochzeitsfeier wird?
00:08:52: sagte Lambert mit einem Strahlen im Gesicht.
00:08:56: Moment!
00:08:57: michte sich Wolbert ein.
00:08:59: Erst die Mitgift dann das Vergnügen unter Stricher mit Nachdruck.
00:09:04: Anselm red rasch nach Süchteln und kam schon nach einer Stunde mit Hans zurück.
00:09:09: Sofort zogen sie sich in die Studierstube des Saalhofes zurück.
00:09:13: Während die Männer in einen immer heftigeren Streit gerieten, fiel meggelind auf das eine Person von den kurzfristigen Programmänderungen noch gar nichts erfahren hatte – Elz!
00:09:23: Sie ging zur Mühle und fand ihre mögliche Schwiegertochter im umfangreichen Kräutergarten.
00:09:30: Es war die ideale Möglichkeit, sich von ihren Qualitäten selbst zu überzeugen.
00:09:34: Sehr schnell wusste Megelindt das die vierzehnjährige über ein ungewöhnliches Wissen verfügte und als sie mit ihr auch noch die am meisten verbreiteten Probleme bei Geburtdurchspielte und sie verblüfft er vor wie sich der Tod von Mutter oder Kind am besten verhindern lasse, war Ihr Bild von Elsbinnen kurzer Zeit einen völlig anderes.
00:09:56: In welcher Woche seid ihr?
00:09:58: wollte Migelin wissen.
00:09:59: Sie bemerkte selbst, dass sie unwillkürlich vom Du gegenüber der einfachen Frau – vom Dorf – zur Höflichkeitsform gewechselt war.
00:10:08: Els wusste es auf Anhieb selbst nicht, rechnete nach und sprach von sechs bis neun Wochen.
00:10:16: Migelin rechnette zurück!
00:10:18: Da war Robert die ganze Zeit in Köln und mit einem Handelsschiff unterwegs.
00:10:22: Els wurde nervös.
00:10:24: Da hatten sie doch bis in die winzigste Kleinigkeit besprochen, wie sie sich kennengelernt und wo sie sich getroffen hat.
00:10:32: Robert hatte ihr sogar in allen Einzelheiten erzählt, wie sein Schlaf gemacht in Gladbach ausziehe, weil seine Mutter bestimmt danach fragen würde – aber den Zeitpunkt hatten Sie glatt übersehen!
00:10:44: Vielleicht ist es auch schon weiter?
00:10:46: Ich hatte davor auch schon immer unregelmäßig meine Bluttage… sagte Els in der Hoffnung, dass Robert davor durchaus mit ihr zusammengekommen sein könnte.
00:10:56: Statt einer Antwort nahm Migelin das Kinn von Els zwischen Daumen und Zeigefinger und zog sie ganz dicht an ihr Gesicht.
00:11:05: Schwöre mir bei Gott, daß Robert der Vater ist!
00:11:10: Els zitterte leicht doch sie zwang sich den Blick von Migelin mit offenen Augen zu erwidern.
00:11:16: Ich schwöre bei Gott, dass euer Sohn der Vater ist und das ich ihm noch viele weitere Kinder schenken will.
00:11:23: Das wirkte sogar noch stärker, noch überzeugender als hätte Els mit dem falschen Namen ein Main-Eid geschworen und mit dem Richtigen alles zum Einsturz
00:11:31: gebracht.".
00:11:32: Megelins Züge entspannten sich.
00:11:35: Spontan umarmte sie Els.
00:11:37: »Du wirst natürlich überall seine treue und sorgende Ehefrau sein ganz gleich wo ihn die Geschäfte hinbringen?«.
00:11:44: Natürlich werde ich das!
00:11:46: Sehr, sehr gerne sogar.
00:11:48: Auch als Kind vom Land in einer großen Stadt?
00:11:51: So groß ist Gladbach nicht – nicht nur einmal eine Stadt.
00:11:54: Genau das meine
00:11:56: ich.".
00:11:56: Was?".
00:11:58: Meegelind erzählte ihr davon, dass die Idee, die ihre Männer gemeinsam entwickelt hatten, wenig überzeugend sei.
00:12:05: Möglicherweise sei Gladbach in einigen Jahrzehnten ein interessanter Handelsplatz Aber im Moment wären Roberts-Dienste sicherlich an anderer Stelle besser angezeigt.
00:12:15: Niemand wisse zudem, ob Lambert wirklich bald Celerar oder gar ab den Glatbach werden könne.
00:12:21: Sie hätten zwar mit Abtheinrich Jüngst in St.
00:12:23: Pantalion in Köln gesprochen und den Eindruck dass der sich lieber auf das Kölner Kloster konzentrieren und Glatbach in anderer Hände legen wolle – von ihm dann aber erfahren?
00:12:33: Dass er selbst nicht mehr daran glaube, der Reichskerplan würde Lambert jemals wiedergehen lassen!
00:12:39: Deshalb sollten sie Megelind und Els, ihr beiden Männer dezent so mit zufälligen Bemerkungen zu der eigenen Erkenntnis bringen für Gladbach lieber irgendeinen Verwalter zu suchen, der die Interessen der Familie vertrete und Robert besser an anderer Stelle einzusetzen.
00:12:57: »Wie klug Ihr seid!« sagte Els bewundernd.
00:13:00: »Mit Dir noch mehr!« erwiderte Megelint und knuffte Els sanft in die Seite.
00:13:06: Dann gab sie ihr förmlich die Hand und sagte Ich bin Maggie.
00:13:12: Es war der Auftakt zu einem großartigen Fest!
00:13:15: Nach den eher komplizierteren Verhandlungen über ihre Mitgift, die mit dem Ergebnis einer seitenlangen schriftlichen Vereinbarung mit zahlreichen Wennensätzen endeten hatte Robert vorgerechnet was es sie allein gekostet hätte, die Hochzeit in Gladbach oder Köln auszurichten.
00:13:31: Die besonderen Beziehungen seiner künftigen Frau zum niederrheinischen Adel hätten der Kölner Familie damit schon viel Geld erspart.
00:13:40: Valdi hatte ihre Freundin, ihre schönste Tunica von ihrer Hochzeit im Jahr zuvor ausgeliehen.
00:13:46: Die Kirchenkämmen war umgehend für die Hochzeit reserviert worden und so wurde der Ehe-Schluss nicht nur von einem einzelnen Priester den Eltern und Bekannten bezeugt sondern auch noch vom Vogt ungleich drei Gräfinnen und Grafen Denn kurzerhand hatte sich die Gesellschaft in Kämpfen getroffen, war dann gemeinsam nach Öd geritten wo ein derart großes Feiern, Tanzen, Singen und Lachen einsetzte wie es an dieser Stelle noch nie erlebt worden war.
00:14:13: Die Gräfinnen und Graf Bruno fanden so viel Gefallen an dem unbeschwerten Fest bei herrlichstem Sonnenschein das sie die Einladung über Nacht zu bleiben gerne annahmen.
00:14:24: Zuvor jedoch musste das sonst eher beidligen übliche nahezu Öffentliche Vollziehen der Ehe auf Wunsch Wolberts in einem auf die schnelle Eigens vor der mühle errichteten Zell zelebriert werden.
00:14:36: Mit Schmunzeln dachte Els daran, wie er auf dem Weg hinter die Stoffbahnen zuerst Lambert fröhlich zunickte, sie damit aufforderte auch mit seinem Bruder zu schlafen – wie dann Robert als erstes fragte ob Sie es wirklich tun sollten?
00:14:51: Walli flüsterte ihr zu dass sie ein kleines Schälchen mit Blut von einem der frisch geschlachteten Hühner hinter dem Bett platziert habe.
00:14:59: Das machte zwar keinen Sinn, weil jeder wusste das Elst längst schwanger war – doch wenn es allgemein so erwartet wurde mochte es so sein.
00:15:07: Aber sollten Robert und Sie es wirklich tun?
00:15:11: Ihre Freundschaft war in den wenigen Tagen in so tiefes Vertrauen und so viel gemeinsame Freude über die gemeinsame Zukunft hineingewachsen, daß sie keinerlei Scheu hatten!
00:15:22: Tatsächlich miteinander zu schlafen.
00:15:25: Als es unter lustvollem Stöhnen und viel Beifall, der um das Zelt herumstehenden mehr als hundert Menschen tatsächlich gelungen war, hatte Robert geflüstert – meine Vorleben sind zwar andere, aber es war auch für mich richtig schön!
00:15:41: Elz hatte ihren Mann daraufhin lange und intensiv geküsst nur ein paar Tropfen Blut auf dem Laken verspritzt und es Robert dann wie eine Siegesfahrene vor dem Zelt-Eingang hin und her schwenken lassen.
00:15:54: Allerdings gab es in der Abenddämmerung eine Planänderung, zwar Ritten im Gades und Bruno nach Campen wo er Vogt ihn unbedingt von ambitionierten Ausbauplänen berichten wollte aber auch ihm.
00:16:06: Trudis hatte sich vorgenommen das restliche Tageslicht zu nutzen um doch in ihre eigene Hütte nach Süchteln zu wechseln.
00:16:13: Kurz zuvor war sie mit den neuen Schwiegereltern von Els in ein Gespräch über einen Umzug nach Köln gekommen.
00:16:19: Sie hatten angeregt, über das Anmieten oder den Kauf eines dem paar gehörenden Hauses in Nähe der großen Kirche St.
00:16:25: Peter gesprochen und spontan beschlossen die Unterredung in Süchteln nach der gemeinsamen Wespa in der dortigen Kapelle fortzusetzen.
00:16:33: Die Bediensteten aus Aspel waren ebenfalls in einer langen Prozession mit beladenen Pferden und Eseln auf dem Weg nach Süchteln, wo am folgenden Tag das den dortigen Bauern versprochene Fest beginnen sollte.
00:16:45: Unabgesprochen waren sowohl Hans als auch Lambert aufgebrochen – der eine mit nach Süchten, der andere mit nach Kämpf!
00:16:53: Und so stand Robert bald unschlüssig vor seiner Frau ….
00:16:57: Ich glaube ich sollte auch dabei sein… Denn eigentlich hatte ich dieses Haus irgendwann für mich und meine eigene Familie erwartet.
00:17:05: Schließlich wollte ich nicht ewig in Gladbach bleiben!
00:17:07: – Reite nur mit, mein Liebster, sagte er.
00:17:11: Ich bin so müde, daß ich froh bin, wenn ich gleich ins Bett kann um mal richtig auszuschlafen.
00:17:16: Sie hat in den letzten Nächten kaum mehr als zwei Stunden Erholung gefunden, war doch so viel vorzubreiten und zu besprechen gewesen….
00:17:24: Aber morgen bringt Dich Hans nach Gladbach?
00:17:27: fragte Robert und suchte mit den Augen die Umgebung ab.
00:17:30: – Wo ist er denn?
00:17:31: Er hatte nur die Wahl, ob er mit seinen Dienstherren nach Kämpfen oder Süchteln reiten soll!
00:17:36: Ich glaube, er ist mit Gräfin im Trudis los.
00:17:39: Du wirst ihn also gleich eingeholt haben wenn du auch nach Süchtel reittest.
00:17:43: Das gefällt mir gar nicht, meine schöne junge Frau allein zurückzulassen, brummte Robert.
00:17:50: Er sah einige Männer aus Aspel die letzten Töpfe auf einen Karrenladen.
00:17:54: Das Zelt vor der Mühle war bereits auseinandergebaut und auf dem kleinen Wagen.
00:17:59: Sofort wandte er sich an die Leute aus Aspel und Bazi bei seiner Frau zu bleiben, um auf sie aufzupassen.
00:18:05: Die Gräfen hätte sicherlich Verständnis wenn Sie erst am nächsten Morgen nach Süchteln kämen – Sie müssten sie daher auch nicht mehr verköstigen!
00:18:12: Als Gegenleistung dürfen sie sich über die restlichen Speisen- und Getränke hermachen.
00:18:17: Das ließen sich drei Männern nicht zweimal sagen….
00:18:21: Ein Hoch dem großzügigen Brautpaar, riefen sie als die Bierkröge hoben.
00:18:28: Auch Elz spazierte noch einmal an den vielen Benken und Stühlen vorbei, die die Öte aus ihren Höfen geholt und zwischen zwei Weidenhof Niasmüle und Saalhof aufgebaut hatten.
00:18:39: Immer noch brannten einige Feuer über denen vor Stunden die Spieße gedreht worden waren!
00:18:44: Erdliche Feiergäste schliefen neben den Stühlen und Benken im Gras, in der sich ausbreitende Nacht den Schlaf des Gerechten.
00:18:52: Es kam nicht sehr oft vor, dass das ganze Dorf zusammen feierte, ohne dass sich Streitigkeiten und blutige Schlägereien entwickelten.
00:19:00: Oft entlude sich darin die Wut, die sich während vieler Monate angestaut hatte, indem sich die Menschen von früh bis spät abplagte, ohne einen Schritt
00:19:09: weiterzukommen.".
00:19:10: Mal war es zu heiß, um ausreichend Ernte einfahren zu können.
00:19:14: Mal zu nass, mal zu kalt und mal zu windig!
00:19:17: Aber immer mussten sie ihren Lähensleuten die geschuldeten Abgaben leisten – die in den Kriege zogenen Bauern waren auch noch nicht zurück.
00:19:25: Es war für ihre Familie nur ein schwacher Trost das Roberts Bruder Siegbett aus demselben Grund ebenfalls nicht hatte mitfeiern können und dass sie nicht im Fern Ungarn kämpften sondern im relativ nahen Flandern.
00:19:37: Denn in den letzten Jahren hatten die Bauern auch dort mehr als genug Blutzoll entrichtet, wenn es um die Vorherrschaft in Nidalotring gegangen war.
00:19:46: Am Rande der Gesellschaft blieb Els nachdenklich stehen.
00:19:49: Susanna saß auf dem Boden, den Rücken entspannt ging eine der beiden Weiden gelehnt – sich schlief ihre Enkeltochter in den Armen!
00:19:58: Mit wie viel Verachtung und Meinheit und Lügen diese Frau meine Kindheit begleitete, dachte Els.
00:20:06: Und jetzt bot sie mit der kleinen neuen Maria ein Bild der Liebe und des Friedens.
00:20:12: »Els?« Eine leise Stimme war, von der anderen Seite ins Hof ist zu hören – es war Sophia.
00:20:18: »Ich wollte dir noch alles Gute wünschen für deine Zeit in Gladbach!« sagte sie ihr nachdem Els fast lautlos zu ihr gegangen war.
00:20:26: »Deine Mutter wäre stolz auf dich gewesen.
00:20:29: Kannst du mir von ihr erzählen?
00:20:32: Das mache ich Anfang meinen nächsten Jahres wenn Du weißt schon.
00:20:36: Das Geheimnis?
00:20:37: Nicht so laut!
00:20:38: Vergiss es nicht.
00:20:40: Sie umarmen sich ein weiteres Mal.
00:20:42: Dann ging Els zu müde, gleich morgen früh würde sie das Wehrwieder öffnen und die nächsten Säcke füllen.
00:20:48: Es war Erntezeit – und es war höchste Zeit, dass in den zurückliegenden neun Jahren versäumte Nacht zu holen.
00:20:56: Fast wäre sie mit dieser Vorstellung von ihrem Bruder und ihr als Müllerpaar eingeschlafen, halts ihr wieder einfiel, daß sie jetzt eine Kaufmannsfrau
00:21:04: war.".
00:21:04: und nach Gladbach gehörte, schon morgen dort erwartet wurde.
00:21:09: Es war komplizierter als er erwartet – aber sie war glücklicher, als sie es sich je erträumt hatte!
00:21:18: Sie wusste nicht wie lange sie geschlafen hatte, als die durch ein Geräusch neben ihrem Bett geweckt wurde.
00:21:23: Im nächsten Moment lag ein schwerer Körper auf ihr, eine Hand hielt ihren Mund zu, sie roch fauligen von Alkohol gesättigten Atem und fühlte wieder Mann mit der anderen Hand an ihrer Tunikaris.
00:21:36: Ein falsches Wort und ich schlitze dir den Hals auf, hörte sie.
00:21:41: Die Stimme kannte sie aber es war keiner der Männer aus dem Dorf.
00:21:45: Machen wir dort weiter wo wir letztes Jahr aufgehört hatten, sagte der Mann und griff brutal zwischen ihre Beine.
00:21:53: Elz entwich ein kleiner Schrei.
00:21:55: die drei Leute aus Aspel hatten doch ausdrücklich auf Sie aufpassen sollen Doch hier fiel ein dass sie die auch betrunken schlafend im Gras neben der Mühle gesehen hatte, als sie zurückgekehrt war.
00:22:06: »Dieses Mal wirst du mich nicht vergiften!« sagte die Stimme.
00:22:11: Lutscho, der Sohn von Knodo und er dreien mit äußerster Brutalität in sie ein – es brannte höllig und es war so erniedrigend.
00:22:20: Schon nach wenigen Stößen war er fertig, wählte sich von ihrem Körper hielt ihren Hals jedoch im Griff.
00:22:29: Wieder schlug ein schwerer Körper, schmerzhaft auf ihren.
00:22:32: Wieder drang jemand in sie ein!
00:22:34: Das musste einer der beiden Halunken sein die jetzt Lutscho dienten.
00:22:38: Während Sie unten brutal vergewaltigt wurde merkte sie dass eine Dritte Person an Ihren Händen zog und diese über ihrem Kopf mit einem Strick zusammenknotete.
00:22:48: Sie spürte die Kälte einer Klinge an Ihrem Hals.
00:22:51: Lutschow verändert seine Haltung.
00:22:53: Sie wurde langsam an den Händern hochgezogen.
00:22:58: sagte die Stimme hinter ihr.
00:23:00: Nachdem der andere Mann sich ebenfalls in ihr entladen hatte, spuckte er ihr ins Gesicht.
00:23:06: und jetzt kitzeln wir mal aus ihr heraus was sie mit Knodo gemacht hat, hörte sie aller dann ihrem Ohr sagen.
00:23:14: im nächsten Augenblick fühlte sie einen Messerstich in die Teile.
00:23:19: Hast du meinen Vater auch vergiftet?
00:23:21: Und dann vergraben fragte Lutscho.
00:23:24: Der Schmerz in ihrer Teile wurde stärker, sie fühlte wie Flüssigkeit an ihrem Bein entlang lief.
00:23:29: – Stich Sie einfach ab!
00:23:32: Da nehmen wir uns das Mehl und zünden die Scheißmühle an, sagte Lutscho.
00:23:37: Nein warte, lass uns lieber zu Ende bringen was mein Vater begonnen hat.
00:23:42: Die Hexe soll brennen bevor sich stirbt, ergänzte er.
00:23:46: Ein stinkender Lappen wurde in ihren Mund gedrückt.
00:23:49: Sie musste wirken, aber sofort war auch ein Tuch fest um Mund und Kopf gewickt.
00:23:53: Und spannte alles fest!
00:23:55: Rufen war unmöglich – sie versuchte sich trotz dem Merkmal zu machen, strampelte mit den Beinen.
00:24:01: Hallard stieg auf einen Stuhl, zog sie an den Hennen hoch und band sie an einen Balken.
00:24:08: Vorsichtig öffneten die Halunken die Türe, von draußen hörte Elst lautes Schnarchen.
00:24:14: Sie musste nur laut genug schreien, dann würde sicher irgendeiner wach werden und ihr zur Hilfe eilen.
00:24:19: Offenbar hatte einer der Männer dieselbe Idee, holte aus – und schlug er mit irgendeinem Gegenstand so hart gegen den Kopf, dass sie augenblicklich unmächtig wurde!
00:24:32: Sie wusste nicht seit wann sie so an der Decke gehangen hatte als sie in Schweiß gebadet wach wurde.
00:24:38: rings um sie herum schlugen die Flammen.
00:24:41: Sie blickte an sich herunter, aus ihrem Schoß lief Blut.
00:24:45: Selbst wenn sie jetzt jeden Augenblick gerettet würde, wäre sie nach der Fehlgeburt wohl nichts mehr wert für Robert und seine Eltern.
00:24:52: hätte Kind Mann Liebe und Zukunft verloren Dann eben auch das Leben dachte sie mit letzter Kraft Und vor ihren Augen wurde alles schwarz.
00:25:13: Weiter geht es an dieser Stelle mit Episode XXVI in der nächsten Woche.
00:25:19: Wenn ihr so lange nicht warten wollt, das ganze Buch im Zusammenhang lesen oder verschenken wollt auf www.die-uder-sager.de erfahrt Ihr wie es gedruckt oder als E-Book bekommt!
00:25:33: Wir wünschen Euch eine spannende Lektüre.
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