Die Uda-Saga, Band 1, Episode 22

Shownotes

Elß durchschaut schnell, dass Lambert nicht den Mut aufbringt, ihr unter vier Augen zu sagen, wofür er sich eigentlich entschieden hat. Doch sie lässt ihn auflaufen, bringt ihn dazu, mit ihr darüber zu beraten, wie es mit ihnen beiden weitergehen soll. Und so kommt alles ganz anders.

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00:00:12: Herzlich Willkommen zur Episode Zweiundzwanzig von ELZ, dem ersten Band der Udersager.

00:00:19: Dem neuen historischen Roman vom Niederrhein mit der besonderen Perspektive.

00:00:24: Sie bezieht sich hier auf die zweite Hälfte des Elften Jahrhunderts.

00:00:28: Taucht ein in das spannende Leben der ganz normalen Menschen – den Bauern, der Bürger, der Soldaten und wie sie im Elftenjahrhundert und in vielen Generationen danach

00:00:39: ihren Alltag

00:00:40: erlebten!

00:00:41: Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse begleiten wir zusammen diejenigen, die in der Geschichtsschreibung zu oft zu kurz gekommen sind.

00:00:50: Deshalb spielt in jedem Band eine starke Frau aus dem Volk die Hauptrolle.

00:00:55: Wir wünschen spannende Stunden mit der Uda Saga!

00:01:03: Ihr hört Band eins der Udasager mit dem Titel ELZ.

00:01:06: Wie ihr ihn als Buch oder E-Book bekommt erfahrt ihr auf www.

00:01:35: Es begann bereits zu dämmern.

00:01:37: Die Temperaturen hatten sich merklich abgekühlt, als Els Stimmen näher kommen hörte – aus der Entfernung und der Richtung Schlossi dass der Kaplan und Lambert sich zu einem Abendspaziergang entschlossen hatten.

00:01:51: Hat dieses kleine Mädchen mir die entscheidende Hilfe zukommen lassen, erzählte Lambert gerade.

00:01:58: Es ging offenbar um sie und den Transport des schwer verletzten Waldrick von Öd nach Gladbach.

00:02:04: Wie unbeabsichtigt änderten die beiden Priester nun die Richtung und näherten sich ihrer Hütte.

00:02:11: Der Kaplan klang überrascht – und fragte sich wohl gerade, warum ein so wichtiges Mitglied der Abteil eine gewöhnliche vor allem aber seltsame junge Frau aus Ödkante und mit spürbarer Bewunderung von ihr, und ihren Ideensprach.

00:02:26: Er suchte nach Möglichkeiten dem Einfluss reichen Mitbruder klarzumachen, dass auch er dieses Talent längst entdeckt hätte – brachte aber nur einen verräterischen Satz hervor!

00:02:36: Ich habe gehört, daß diese Frau bald ihren bedauernswerten Hof vergrößern will.

00:02:42: Das verriet, das er nicht einmal ihre Namen kannte Nichts von den Plänen einer Wiedererrichtung der Mühle wusste und sich offenbar nicht im Geringsten für sie interessierte.

00:02:54: Elz war wütend über diese Missachtung, und noch mehr als die Reaktion von Lambert hörte.

00:03:00: Dann lasst uns doch mal schauen wie sie jetzt lebt lieber mit Bruder!

00:03:04: Sie sprang auf, riss die Tür auf und zwang sich augenblicklich ein ordentliches Gesicht zu machen.

00:03:10: Ich habe gerade gehört, dass die beiden Kirchenmänner den Wunsch empfinden, um diese Tageszeit eine junge Frau ohne jede weitere Begleitung aufzusuchen, sagte sie mit aufgesetzter Höflichkeit.

00:03:23: Sie sah wie ein verwirrter Lambert mit seinen Blicken in der Höhe ihres Busens ansetzte und dann ruckartig zu ihren Augen hoch wanderte – sichtlich überrascht davon, wie viel größer und fraulicher sie nun war!

00:03:35: Die Situation erboßte sie nur noch mehr….

00:03:38: Der Feigling wollte ihr offenbar zu verstehen geben, dass es Auswahrt zwischen ihnen.

00:03:43: Statt es ihr persönlich zu sagen hat er offenkundig vorgezogen sich hinter dem ahnungslosen Kaplan zu verstecken und sich dann für immer aus dem Staub zu machen – umso entschiedener Fusifott!

00:03:54: Ich bin mit den klösterlichen Geflogenheiten nicht so vertraut aber schickt es sich wenn zwei Priester nachts ins Schlaf gemacht einer Frau wollen statt für die Komplette zur Kapelle zu streben?

00:04:05: Die beiden Männer

00:04:06: erstarten.".

00:04:07: Als hätten sie im Buch Mose die Rolle von Loths Frau übernommen und neugierig auf die verdorbene Stadt Sodom geschaut.

00:04:14: Der Kaplan stammelte, ihr habt völlig recht!

00:04:19: Wir müssen uns dafür entschuldigen, sagte er und versuchte eine Verbeugung bei der mit dem seitlich leicht vor ihm stehenden Lambert zusammenstieß.

00:04:27: Der löste sich daraufhin aus seiner Erstarrung lief hochrot an was Elz trotz der Dämmerung sehr gut sehen konnte, sagte nur ein Vergebt uns, verzeiht uns!

00:04:37: Oh

00:04:37: Gott!"

00:04:38: und stolperte schnellen Schrittes mit seinem Mitbruder davon.

00:04:42: Für den Augenblick war Elz mehr als zufrieden – denen hatte sie es aber richtig gezeigt.

00:04:48: Dass ihr die Sache mit der Komplé dem obligatorischen Nachtgebiet der Mönche im Kloster eingefallen war, sollten Sie doch jetzt die Oetter Kirche aufsuchen und sich prüfen ob sie an diesem Tag richtig und gerecht gehandelt hatten?

00:05:01: Elz aber fand in dieser Nacht selbst keinen Schlaf.

00:05:05: Jedes Geräusch ließ sie erwachtungsvoll die Tür anstarren.

00:05:08: Würde er jetzt zu ihr kommen, sich entschuldigen und mit ihr zusammen beraten wie es mit ihnen weitergehen sollte?

00:05:16: Es war noch dunkel aber sicherlich kurz vor Beginn der Morgen der Morgen als sie Pferdeschritte am Saalhof hörte.

00:05:22: Es war so still dass sie sogar hörte wie Lambert sagte Er müsse heute noch weitkommen.

00:05:28: deshalb habe er sich bereits zum Aufbruch entschieden.

00:05:31: Der Kaplan grüßte ihn und versicherte ihm, selbst auch bald nach Kämpfen zu reiten und eine frühe Messe zu lesen.

00:05:38: Dann ließ Lambert seinem fährtfreien Lauf – das also war es!

00:05:44: Obwohl sie mit genau diesem Ergebnis gerechnet hatte, kamen jetzt die Tränen.

00:05:49: Sie fühlte sich unendlich verlassen Aber sie hatte ja einen Plan.

00:05:54: Bis ihr Bruder aus Rom zurück wäre wollte sie den Anbau fertig haben Und zwar so dass darin mit Leichtigkeit auch ein neues Müllwerk eingebaut werden konnte.

00:06:03: Wenn Hans sich überreden ließe, könnten sie noch in diesem Sommer beginnen.

00:06:07: Es war nicht als Müller und seiner Frau aber als Müllers Sohn und Müllers Tochter.

00:06:13: Sie hatte sich gerade entkleidet um sich zu waschen und mit dem Tagewerk zu beginn, als Flora zu knurren bekann.

00:06:20: Kurz darauf hörte sie ein Kratzen an der Tür.

00:06:23: »Els!

00:06:24: Seid ihr wach?

00:06:25: – Lambert!«.

00:06:27: Vorsichtig öffnete er die Thüre spähte ihn die Hütte und erstachte, als er sie nackt neben der Wasserschüssel sah.

00:06:34: Flora stürzte bählend auf ihn zu – aus!

00:06:37: befahl Els ihrer Hündin, bedeckte ihre entblöste Brust mit einer dünnen Tunika und fragte ob er ihr einen Moment Zeit geben könne.

00:06:44: Selbstverständlich sagte er und schloss vorsichtig die Türe.

00:06:48: Offenbar wollte er keinen Geräusch machen, war heimlich zu ihr zurückgekehrt, zu ihr….

00:06:54: Augenblick ist später, hatte sie die Tunika übergestreift, die Haare gekämmt und ihrer Hündin eingeschärft nicht wieder zu bellen.

00:07:00: »Freund!« sagte sie er – und Flora verstand.

00:07:04: »Komm rein!« sagt sie freundlich und erwartungsvoll zugleich.

00:07:09: »Ich habe nicht viel Zeit.

00:07:11: Mein Pferd habe ich kurz bei Ben so abgegeben mit der Bitte daß er es sich mal anschau, weil ich den Eindruck hätte einen Bein lahme.

00:07:17: Ich würde der Wald schnell noch etwas holen was ich vergessen hätte.

00:07:21: Hast du ja auch?

00:07:22: Er schaute sie verwundert an.

00:07:24: Was habe ich vergessen?

00:07:26: Mich zu umarmen und mir dann zu sagen, was dein monatelanges Nachdenken ergeben hat!

00:07:32: Sie griff nach seinen Hennen und wollte ihn an sich ziehen – doch er blieb unbewirklich stehen.

00:07:37: Allerdings wehrte er sich auch nicht als sie nun einen Schritt auf ihn zumachte und ihm ein Kuss auf den Mund gab.

00:07:44: Ich habe immer wieder das Gespräch mit Gott gesucht… Und der hatte ihr gesagt, dass du dich auf mich einlassen sollst.

00:07:51: Stimmt's?!

00:07:52: Ich weiß es nicht.

00:07:54: Warum nicht?

00:07:55: Bei den Gebeten am Tag hat er mich in meiner Auffassung bestärkt, einen geraden und von keinen Empfindung getrübten Weg zum Wohle des Herrn und seiner Kirche einzuschlagen!

00:08:06: Und nachts hatte er mich von dir träumen lassen davon wie schönes wäre bei dir zu sein dich lieben mit der Altwerden viele Kinder aufziehen zu dürfen.

00:08:18: Wie oft.

00:08:19: jede Nacht sagte er, als könne er es selbst nicht fassen.

00:08:23: Jede einzelnen Nacht seit jener Nacht in der wir – du weißt schon!

00:08:29: Wie könnte ich die vergessen?

00:08:31: sagte sie und küsste ihn wieder.

00:08:34: Darf ich dich noch etwas fragen?

00:08:36: sagte sich ganz leise, hat sich ihre Lippen wieder getrennt hatten Sie ihre Umarmung aber nicht lösen wollten.

00:08:43: In deinen Träumen hatte ich da ein Gesicht Erfuhr regelrecht zusammen »Das ist es ja!

00:08:50: Ich wusst in jedem jener Augenblicke des Träumens von Liebe und Zärtlichkeit, dass nur du es sein kannst mit der ich so glücklich wäre.

00:08:58: Aber ich konnte nie dein Gesicht sehen.

00:09:00: Siehst Du?

00:09:01: In meinen Träumen ist es mit Dir genauso – und ich weiß auch warum das so ist« sagte sie.

00:09:07: Er blickte ihr erstaunt und neugierig in die Augen.

00:09:11: »Gott will, daß wir immer und immer wieder zusammen sind aber er will auch, dass wir uns dabei nicht zeigen und nur wir um unser gemeinsames Glück wissen.

00:09:21: Diese Idee hatte ich auch, sagt er betrübt.

00:09:24: aber es kann doch kein Glück sein wenn man es nicht zeigen kann.

00:09:28: Unsere Kinder werden es.

00:09:30: sie werden zeigen dass sie von Gott gewollt

00:09:32: sind.".

00:09:33: Lambert zitterte.

00:09:34: dann säufzte er.

00:09:36: Ich muss schnell aufbrechen!

00:09:38: Aber du kannst wiederkommen wann immer du willst?

00:09:42: Ich werde mich bemühen so schnell wie möglich sagte er, nahm ihren Kopf in beide Hände und gab ihm einen letzten entschlossenen Kuss.

00:09:51: Ich liebe dich!

00:09:52: sagte sie als er sich zur Türe wendete.

00:09:55: ich liebe dich, antwortete er, als er noch einmal zu ihr umwandte.

00:10:00: Sie hätte so gerne gewusst wohin er nun ritt wie weit das von Öd sein würde welchen Auftrag er hatte damit es sich ausmalen konnte wann er das nächste mal bei ihr sein könnte.

00:10:11: Doch durch ihr abwährendes Verhalten hatte sie die Gelegenheit, das zu erfahren am Vortag gleich zweimal selbst verhindert.

00:10:18: War es ein Fehler gewesen?

00:10:20: Aber dann rief sie sich den Anfang ihres kleinen zärtlichen Gesprächs noch einmal in Erinnerung.

00:10:25: Lambert hätte diese Träume niemals im Beisand von anderen offenbart – Sie hätte ihn nie in die richtige Richtung lenken können und es wäre alles vorbei gewesen!

00:10:35: Er wäre unglücklich gewesen … Und sie auch….

00:10:38: Er war so ein fantastischer Mann mit so vielen guten Ideen und dem Grundzug von so viel Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeitssinn.

00:10:46: Aber er brauchte immer eine kleine Anleitung, von jemandem den er vertraute.

00:10:52: »Danke Gott« sagte sie laut vor sich hin – und fügte ihm Kopf hinzu -, dass du mich diese Person für ihn sein lässt!

00:11:01: Es verging nur eine Woche, da Ritt Lambert mit mehreren anderen Mönchen und einigen Militäst durchöht.

00:11:07: An der Kirche sprang sie von ihren Pferden und fragten beim Saalhof, ob der Kaplan da sei.

00:11:13: Els hatte die Reiter von der Mühle aus auf der hohen Straße vorbeiziehen sehen und hatte sich wie viele andere Bauern und Bäuerinnen umgehend auf den Weg gemacht, um zu sehen was die Mönche und Krieger zu verkünden hatten.

00:11:26: Die älteren Öther wussten dass solche Vorgänge oft harmlos aussahen aber Böse endeten.

00:11:32: wenn Mönchekriege brauchten um etwas zu verlangen oder durchzusetzen waren die einfachen Leute sofort geliefert.

00:11:40: Tatsächlich war Bruder Lambert gekommen, um von den freien Bauern ihre Beistandspflicht einzufornern.

00:11:46: Es geltet die Ungarngefahr ein für alle mal zu bannen – deshalb hätten viele Fürsten- und Erzbischöfe entschieden, König Heinrich III.

00:11:54: zusätzlich Truppen zu stellen, um noch in diesem Sommer die Entscheidung herbeizuführen.

00:11:59: Kein Geringerer als der bedeutsame gelehrte Anno, Leiter des Reichsstiftes in Goslar werde die Truppen mehrere Abtein und Büsstümer gegen die Ungarn führen.

00:12:09: Wir sehen auch im eigenen Interesse, die Notwendigkeit, die Arbeiten auf den Feldern weiterzuführen damit dem Sommer ordentlich Ernte eingeholt werden kann, sagte Lambert gerade als er sah das auch Ells unter den Zuhörern war.

00:12:23: Augenblicklich wurde seine Stimme weicher.

00:12:26: Deshalb sollen in jedem Dorf und in jeder Stadt die Bauern und Bewohner selbst entscheiden, welche eine aus zehn Freien der Herfolgepflicht nachkommt während die anderen neun seine Felder mitbestellen.

00:12:40: Nur in Dörfern, in denen sich die Baueren nicht einigen könnten, müsse da jeweils zuständige Pfarrer zusammen mit dem Vogt entscheiden.

00:12:47: Dieser lege auch fest wer von den Hörigen zu den Waffen gerufen werde.

00:12:51: bis zum Abend müsste die Entscheidung gefallen sein.

00:12:54: Dann werde dieser Mielis, dabei zeigte Lambert auf den bewaffneten Neben ihm eine Waffenschau durchführen und mit den Bauernsoldaten entscheiden was sie sich noch besorgen müssten.

00:13:06: Er ist übrigens mein Bruder, fügte Lamberthin zu und ergänzte der Kampf- und Kriegserfahrerne Siegbert Mieles des Erzbischofs von Köln – damit übergab er das Wort an ihn.

00:13:17: Freie von Öd rief Siegberth mit fester Tieferstimme.

00:13:21: Dieses Mal is es keine Fede mit unabsehbaren Entfickungen und Gefahren.

00:13:27: Dieses Mal geht es darum, die Ungarn endgültig niederzuschlagen.

00:13:31: Deshalb werde ich in den nächsten Tagen eure Kriegskunst examinieren – mir also genau anschauen wo ihr noch besser werden könnt!

00:13:39: Wir werden dann bei unseren Marsch in den Osten jeden Abend daran arbeiten.

00:13:44: Auf das auch Ihr fette Beute machen

00:13:48: könnt!"

00:13:49: donnerte er mit erhobenem Schwert.

00:13:51: Vermutlich war Siegbett nach dem letzten Satz großen Jubel seiner Krieger gewohnt, doch die Öter blieben stumpf.

00:13:57: Bisher waren von keiner Fede, von keinem Feldzug aus keinem Krieg alle wieder unversehrt zurückgekehrt.

00:14:04: Auch vor zwei Jahren bei der Feder um die Vorherrschaft in Niederlothring hatten zwei Öterbauern die Meinungsverschiedenheit unter den Artlingen mit ihrem Leben bezahlt.

00:14:13: Was ist mit den Milites auf ihren Lehensgütern hier und in der Nachbarschaft?

00:14:18: rief eine Stimme.

00:14:20: Die werden selbstverständlich mit uns reiten, schließlich sind sie dafür mit ihren Privilegien ausgestattet", antwortete Lambert.

00:14:27: Um seine Verbundenheit und seine Kenntnisse unter Beweis zu stellen ergänzt ihr – Ihr meint sicherlich Miles Knodo!

00:14:34: »Den könnt' dir im Schlamm der Schläck suchen« kam es aus den hinteren Reihen der Zuhörer.

00:14:40: «Haltet euch lieber an seinen Sohn Lutscho.».

00:14:43: Bei dem Namen fuhr Lambert leicht zusammen.

00:14:46: Den hatte er schon einmal gehört… wusste aber auf Anhieb nicht, woher.

00:14:51: Chateessen verkündete er nun nach Kämpfen und in die anderen Dörfer weiterzuziehen.

00:14:56: Hier oder der Kaplan werde dann den ausgewählten Kämpfern in der Kirche den Segen erteilen und mit ihnen am nächsten Morgen nach Kämpfen ziehen, wo auf einer Wiese Zelte errichtet sein würden und die Examination von Waffen und Fähigkeiten beginne – in drei Tagen sei dann der Aufbruch!

00:15:14: Mit allem hatte Els gerechnet aber nicht damit, dass er liebster selbst in den Krieg zöge.

00:15:20: Sie hatte ihn zwar schon mehrfach mit Schwert gesehen, konnte sie aber nicht vorstellen, daß dieser Belesende betende und leerende Mönch in der Lage wäre sich seinen Weg frei zu kämpfen und in einer Schlacht einen Menschen nach dem anderen zu töten oder getötet zu fährten, fuhr es ja mit Schrecken durch den Kopf.

00:15:40: Konnte er wirklich nicht vermeiden nach Ungarn zu müssen?

00:15:43: Sie war deshalb nicht nur erfreut, als sie am Abend zwei Reiter am Salof hörte und eine gute Stunde später ein leises Kratzen an ihre Türe.

00:15:52: Auf der Türschwelle schaute er sich noch einmal um bevor er eintrat und sie sofort umarmte und küsste.

00:15:59: Sie zog ihn zum Tisch und füllte einen Becher mit frischem Tee.

00:16:02: Dann erzählte sie ihm wie viel Angst sie jetzt schon um ihn habe und was ihr am Mittag an der Kirche klar geworden sei.

00:16:09: Du bist mir so vertraut!

00:16:11: Mit jeder Faser meines Herzens.

00:16:14: Und doch weiß ich doch gar nicht, wer du bist?

00:16:17: Wie meinst Du das?

00:16:19: Ich wusste doch nicht einmal, dass Dein Bruder ein Mielis ist!

00:16:22: Davon hast Du mir nie

00:16:23: erzählt!".

00:16:24: Es war der Beginn eines langen und tiefgehenden Gespräches über seine Familie, seine Kindheit, seine Rolle und die seiner Geschwister.

00:16:33: Er machte auch keinen Hehl aus seinen Sorgen um jeden Einzelnen seiner Familie beschrieb die jeweiligen Herausforderungen für seine Mutter Megelind, seinen Vater Wolbert in den ständigen Eifersüchteleien der Kölner Kaufleute.

00:16:46: Seine Schwester Berthe an der Seite eines verahmten Adligen in den Bergen auf der anderen Rheinseite nahe Ohntal und natürlich für Siegbert dem ständig mit dem Tod konfrontierten

00:16:57: Kämpfer.".

00:16:59: »Und um Robert machst du dir keine Sorgen?«.

00:17:02: »Humtäner meisten!

00:17:04: entfuhr es Lambert leise und mehr zu sich selbst.

00:17:07: Doch Elz hat es gehört und drängt ihn immer weiter, so sehr er sich auch weigerte sein Satz zu erklären.

00:17:14: Er lebt so, dass für ihn jeder Tag am Galgen enden könnte.

00:17:19: Elz zog die Stirn entfalten – dann hatte sie eine Idee!

00:17:23: So wie Bauer Arndt vom Hof neben dem grünen Weg nach Kempten?

00:17:27: Was ist mit ihm?

00:17:28: fragte Lambert.

00:17:29: Er endete am Geigen, nachdem der Gehilfe des Vogtes beim Eintreiben des zehnten Unern gemeldet auf den Dachboden gestiegen war um zu schauen, ob er da noch versteckte Güter hat.

00:17:39: Und dort hatte den Bauern entdeckt und er war nicht allein aber eine Frau war es nicht?

00:17:44: Elz nickte!

00:17:46: Dann weißt du warum ich mich so sehr um Robert sorge – und du weißt auch, warum du nie, nie, NIE mit irgendjemandem darüber sprechen darfst.

00:17:56: Wissen ist denn deine Eltern oder die anderen

00:17:58: Geschwister?!

00:17:59: Nein… Um Gottes Willen!

00:18:05: Der Satz lag langer als letzter zwischen ihnen.

00:18:08: Die Scheite knackten, die Hündin schnarchte leise in ihrem Korb.

00:18:12: »Ja!

00:18:13: Es ist Gottes Wille« sagte Els in die Stille hinein und fuhr fort mit der Feststellung, es ist Gottesville das wir jetzt zusammen sind.

00:18:23: Sie hatten sich an den Hennen gegriffen und diese Wechselseitig gestreichelt – sie beugte sich zu ihm und küsste ihn.

00:18:31: Und jetzt fragt er unsicher »Jetzt soll es nicht zufällig wie letzten Herbst geschehen,« sagte Elz.

00:18:37: – Sondern?

00:18:39: fragte er neut.

00:18:40: Er war offenbar zu allem bereit, wusste aber nicht, wie er's anstellen sollte.

00:18:44: Mir ist ein wenig kalt!

00:18:46: Ich möchte das du mich wärmst, so wie es Ehleute im Winter tun.

00:18:50: Bei diesen Worten stand sie langsam auf, wartete bis er sich auch erhob und zog an seinem Gewand.

00:18:57: Er ließ zu, daß sie ihn sachte und langsam vollständig entkleidete.

00:19:03: Dann bat sie ihn, mit ihr dasselbe zu tun.

00:19:07: Sie legten sich ins Bett und lagen eine ganze Weile eng aneinander geschminkt.

00:19:12: Es war ein Gefühl das für sie beide völlig neu war Das ihnen jedoch mehr und mehr gefiel.

00:19:18: Da war keine Begierde nach schneller Befriedigung Kein hektisches Hochpeitschen der Lust kein mechanisches Eindringen mit rhythmischen Bewegung.

00:19:27: Sie genossen ihre innige Zweisamkeit und ließen einfach geschehen, dass ihre Körper sich suchten und immer wieder neu fanden in einem Ausmaß von Zärtlichkeit.

00:19:40: Dass das genaue Gegenteil der üblichen Derbenausdrücke für das Beiwohnen eines Mannes bei einer Frau

00:19:47: war.".

00:19:48: Ich weiß jetzt endlich warum die Bibel das scheinbar seltsame Wort dafür verwendet, flüsterte sie als sie in einer neuen Stellung erneut tief ineinander versunken waren.

00:20:00: – Welches meinst du?

00:20:03: fragte Lambert mit leichtem Stöhnen.

00:20:05: Er lag nun hinter ihr, eng an sie geschmiegt, ein Arm unter ihrem Oberkörper und mit beiden Hennen ihre Brüste streichelnd.

00:20:13: – Ihr erkannte Sie!

00:20:17: hauchte sie und stönte nun ebenfalls.

00:20:20: Ich er... doch er sprach nicht weiter.

00:20:23: Beide genossen gleichzeitig wie er sich in ihr verströmte und sie dieses Pulsieren in Wellen von Wohlgefühl versetzte, ihr Kopf vor Glück fast zu Bärsten schien.

00:20:33: Sie sich blitzschnell ein Stück des Larkens in den Mund drückte um nicht laut loszuschreien.

00:20:38: – sie blieben lange so liegen nebeneinander, miteinander, ineinander.

00:20:48: Irgendwann wussten sie beide das es Zeit war wieder in die Welt des Scheins zu wechseln auch wenn es ihnen beiden so schwer fiel wie noch nie.

00:20:57: Versprech mir!

00:20:58: dass du heil aus Ungarn wieder kommst, sagte sie leise, als er sich inzwischen wieder vollständig begleitet, aus der Umarmung zu lösen bekann.

00:21:06: – Ich verspreche es!

00:21:08: – sagte er genauso leise.

00:21:12: Der Anbau an ihre Hütte, der zum Vorbau der Mühle werden sollte, ging in den Folgenwochen viel langsamer voran als erwartet.

00:21:19: Das Fehlen von sechs Bauern und fünf Leipeigenen war nur schwer auszugleichen.

00:21:25: Schon in normalen Jahren bekamen die Familien, die anfallenden Arbeiten trotz unermüdlicher Schufterei von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang kaum geschafft.

00:21:35: Und nun waren noch ein halbes Dutzend Höfe von allen zusätzlich zu bewirtschaften.

00:21:40: Els packte nach Kräften mit an – sie hatte jetzt fast die Statur eines kräftigen Mannes und bei der anstrengenden Arbeit wuchsen auch bei ihr an Stellenmuskeln, die bei Frauen gewöhnlich nicht so stark entwickelt waren.

00:21:52: Die Krieger waren gut sechs Wochen weg!

00:21:54: als eine Abfolge von besonders heißen Juli-Tagen jeden im Dorf an den Rand der Erschöpfung brachte.

00:22:01: Elst traf es besonders hart, mehrfach mußte sie sich vor Anstrengungen übergeben – am nächsten Morgen fühlte sie się Hundeelend!

00:22:10: Als sie nicht wie üblich auf einem der Felder erschien, schaute Valin nach ihr.

00:22:14: Sie hatte ihm Herbst geheiratet und war sichtlich schwanger, half dennoch nach Kräften mit.

00:22:20: »Was ist mit dir?« fragt die sich schon in der halb geöffneten Türe.

00:22:23: Die Hündin schlägte ihre Hand.

00:22:25: Sie hatte ihr einen Knochen mitgebracht, mit dem sich Floran und Freudig beschäftigte.

00:22:30: »Ach wird gleich schon gehen!

00:22:32: Mir war gerade nur etwas schwindelig, und ich mußt mich übergeben – hilf mir mal« forderte sie von ihrer Freundin während sie an ihrer verdreckten Tunika nestelte, sie stank nach Erbrochenem.

00:22:43: Vali zog ihr das Gewand über den Kopf.

00:22:46: »Ich hol dir frisches Wasser!«.

00:22:48: Als er zurück war, hatte Elzich vollständig entkleidet.

00:22:54: sagte Walli und blickte ihr dabei auf die Brüste.

00:22:58: »Was ist da?

00:22:58: Was habe ich, fragte Els und schaute irritiert an sich herunter!

00:23:02: Sie tastete nach möglichem Dreck oder Blättern auf ihrem Buse.

00:23:06: Nun, meine erfahrene Hebamme, Els, müßte nicht lange überlegen, um die Ursache der Übelkeit und die Form deiner Bröste zusammenzubringen,« sagte Wallis schmunzelt.

00:23:18: »Mit offener Mund riss Els die Augen auf.

00:23:21: Du hast recht!

00:23:22: Meine Bluttage sind auch schon längst überfällig!

00:23:26: Dann lehnte sie sich zurück, schloss die Augen und begann zu nicken.

00:23:30: Sie freute sich offenbar.

00:23:33: Wer ist es?

00:23:34: Elz schüttelte den Kopf.

00:23:36: Das wirst auch du nicht erfahren, sagte sie ruhig und mit ernster Stimme.

00:23:42: Hast du dich mit Ulrich heimlich versöhnt?

00:23:44: Ihr habt es doch sowieso schon ein paar Mal gemacht, stimmt's?

00:23:47: Ich sage es nicht niemandem lautete die noch energischere Reaktion von Els.

00:23:53: »Ach, ich weiß!

00:23:54: Dieser knackige Krieger, der damals mit der Gräfin hier bei Heriwolls Hochzeit war und ihr schöne Augen gemacht hat – das waren nicht bei Heris Hochzeit sondern ein paar Wochen später – und er hieß Lyudfried wie du weißt?

00:24:06: Ja, richtig!

00:24:08: Und er ist doch erst vor ein paar Tagen gesehen worden, und er hatte dich bestimmt auch besucht.

00:24:12: Du sagst es?

00:24:14: antwortete Els mit einem Schmunzeln.

00:24:16: Er ist

00:24:16: es?!

00:24:17: Er ist der Vater?«.

00:24:20: vor ein paar Tagen.

00:24:21: Ach so!

00:24:22: Und was wollte er?

00:24:24: Nur kurz sagen, dass sie zurück in Süchten sind und er erst mal die von den Kriegern und uns Bauern zerstörten Hütten wieder aufbauen muss – und er in ein paar Wochen noch mal kommen wird.

00:24:38: Die Gräfin habe sich alles genau schildern lassen, was letzten Herbst auf ihrem Hügel passiert sei und habe ihre Hochachtung vor dem Mut der Bauern aus Süchteln und Öd ausgedrückt.

00:24:48: Sie wollte deshalb auch noch ihre Dankbarkeit zeigen und ein Fest für die Süchtelner und eines für die Öte ausrichten.

00:24:55: Dazu müssten aber ein paar Bedienstete aus Aspel anreisen, um natürlich erst einmal die Hütten in Süchteln wieder aufgebaut

00:25:02: sein.".

00:25:02: – Klingt ja großartig!

00:25:05: meinte Walli und setzte schnippig fort.

00:25:07: Und der Vater deines Kindes feiert sicher mit oder?

00:25:11: – Walli, gib auf.

00:25:14: Ich werde es niemandem sagen Nicht mal ihm.

00:25:28: Weiter geht es an dieser Stelle mit Episode XXIII in der nächsten Woche.

00:25:34: Wenn ihr so lange nicht warten wollt, das ganze Buch im Zusammenhang lesen oder verschenken wollt auf www.d-uda-saga.de erfahrt Ihr wie er's gedruckt oder als E-Book bekommt!

00:25:50: Wir wünschen Euch eine spannende Lectüre.

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