Die Uda-Saga, Band 1, Episode 21
Shownotes
Gerade will sich Elß in Sicherheit bringen, nachdem sie den Sohn des brutalen Miles vorübergehend außer Gefecht gesetzt hat, da steht auch schon der lüsterne und grausame Knodo selbst in der Türe. Er beginnt sein furchtbares Werk, doch Elß kann ihn überrumpeln. Was dann geschieht, wird für immer ihr Geheimnis bleiben müssen, auch wenn sie verräterische Spuren hinterlassen hat.
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00:00:10: Herzlich willkommen zu Episode einundzwanzig von ELS, dem ersten Band der Udersager.
00:00:18: Dem neuen historischen Roman vom Niederrhein mit der besonderen Perspektive dieses Mal aus der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts.
00:00:27: Taucht ein in das spannende Leben der ganz normalen Menschen – der Bauern, der Bürger, der Soldaten und wie sie im Elftenjahrhundert und in den vielen Generationen danach ihren Alltag erlebten!
00:00:40: Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse begleiten wir zusammen diejenigen, Also zog sich vorsichtig das Bett etwas von der Wand weg und wollte so schnell und zu leise wie möglich dahinter verschwinden.
00:01:47: Fieberhaft überlegte sie an was ihr in dieser Situation hatte denken wollen, der entwaffnet dich bevor du danach greifen kannst.
00:01:55: halte es in ihrem Kopf.
00:01:56: Der Ratschlag von Hans.
00:01:58: Sofort band sie das Messer los und legte es unter ihr Kissen.
00:02:03: Sie kam nicht mehr dazu, sich selbst auch zu verstecken – denn die Türe wurde aufgerissen!
00:02:07: Knodo startete sie mit gierigem Blick an, ließ seine Augen dann durch die Hütte wandern.
00:02:13: Neben ihm stammen seine beiden Gehilfen, jeder mit einer Fackel in der Hand.
00:02:17: Sollte das Massaker jetzt schon beginnen, wollten sie Ihr Haus als erstes anzünden?
00:02:23: War mein Sohn hier?
00:02:25: Als Zögerte »Antworte, sonst werde ich es aus dir rausprügeln!«.
00:02:30: Er griff nach einem Scheid neben dem Eingang.
00:02:33: »Er... er stammelte jetzt?
00:02:36: Ja?«.
00:02:37: Er war da, aber es ging ihm nicht gut.
00:02:39: Er lief nach draußen und musste sich wohl übergeben.
00:02:42: Dann ist er nicht zurückgekommen.
00:02:45: »Alat!
00:02:46: Rufus!
00:02:46: Ihr sucht die Gegend ab und bringt ihn dann sofort zu mir.«.
00:02:50: Er wandte sich ihr zu, sein Atemroch furchtbar nach Bier unerbrochenem.
00:02:56: Sie sah, dass er wankter.
00:02:58: Offenbar hatte er viel getrunken und war in diesem Zustand wohl nicht so schnell wie von Hans befürchtet – sie schöpfte Hoffnung und überlegte, ob sie nicht einfach wegrennen sollte.
00:03:10: »Hier geblieben!« sagte er als er einen kleinen Schritt zur Seite gemacht hatte um an ihm vorbeizukommen.
00:03:16: Seine Hand hielt ihren Arm als Wolle er ihn zerquetschen.
00:03:21: Elz nahm sich vor keinen Schmerz zu zeigen.
00:03:23: So wie die anderen Mädchen erzählt hatten, machten ihn die Schreihe und alle versuche sich zu wehren.
00:03:28: Nur noch wilder!
00:03:29: – Seid ihr denn überhaupt in Stimmung?
00:03:32: fragte Els im Griff nach seinem Unterleib.
00:03:35: Reflexartig hat er mit der andern Hand auch diesen Arm gepackt.
00:03:38: Doch er merkte sehr schnell, dass sie ihnen nicht hart treffen sondern tatsächlich nur fühlen wollte.
00:03:44: Sofort führte er ihre Hand nach unten und begann sich mit ihr zu reiben.
00:03:49: Wollt ihr nicht vorhin noch etwas trinken?
00:03:51: fragten sie Während sie weiter rieb, er stöhnte.
00:03:56: »Wusste ich's doch?
00:03:58: Du bist eine ausgefuchste Hure!
00:04:01: Wie viele hast du schon ran
00:04:02: gelassen?!
00:04:04: Schau mir uns das doch mal an!« Ergriff nach ihrer Tunica durch.
00:04:08: Elsz zog mit der nun freien Hand blitzschnell aus seinem Schwertgurt.
00:04:12: Wieder packte er ihre Hand, weil er instinktiv einen Versuch abwehren wollte ihn zu entwaffnen – doch auch dieses Mal verblüffte sie ihn.
00:04:20: Wollt ihr es euch nicht bequemer machen?
00:04:22: Er lockerte nun selbst den Gürtel, warf ihn mitsamt dem Schwert von sich.
00:04:27: Dann röbste er laut und schien sich übergeben zu müssen doch er fing sich wieder, drehte Els und beugte ihren Oberkörper aufs Bett.
00:04:36: Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis sein Glied hart geworden war aber dann drang er brutal von hinten in sie ein.
00:04:45: Draußen waren wieder Stimmen zu hören.
00:04:47: Hofus fragte Seid ihr noch da drin Knoto?
00:04:51: »Ich bin sowas von Drillen« rief Knoto und säufzte vor Lust laut auf.
00:04:58: »Wir haben euren Sohn noch nicht gefunden, dafür einen eure Kriege aus Italien!
00:05:03: Er wollte euch was sagen!
00:05:04: – Das hat Zeit!« sagte Knotto und stieß immer heftiger.
00:05:09: Allerdings merkte Elsvia Mühe hatte sich festzuhalten.
00:05:13: Vermutlich begann sich nun alles in seinem Kopf zu drehen.
00:05:16: Auch sein Glied wurde schlaff.
00:05:18: »Versammte Kuh, warum wärst du dich nicht?« schimpfte Knudo, spuckte ihr auf den entblösten Hintern und gab hier mit dem Knie einen so festen Stoß, dass sie vornüber aufs Bett fiel.
00:05:30: Sofort hielt Els das lange Messer fest in ihre rechten Hand, ließ beide aber noch unter dem Kissen.
00:05:37: Knudo richtete sich auf, zog seine Bruche hoch und ging nach draußen.
00:05:42: »So!« knucht er.
00:05:43: – »Was
00:05:44: gibt's?!
00:05:46: Wir haben auf den Höhen einen Miles gefangen, der schlicht sich die ganze Zeit um unser Lager.
00:05:51: Ein paar konnten sich an ihn erinnern – es war der Fremde, der sich schon in Italien für unser Gespräch interessierte.
00:05:57: Was sollen wir mit ihm machen?
00:05:59: »Volltern!
00:06:00: Rausfinden was er sucht und dann«.
00:06:03: Knoto machte mit der flachen Hand eine trennende Bewegung an seinem Hals.
00:06:08: »Wurde hier nicht mitkommen?
00:06:10: Ich komme nach und besprechen wir alle Einzelheiten für morgen Nacht.
00:06:15: Els wusste, was das bedeutete.
00:06:18: Morgen Nacht wollten sie über die Öter herfallen – alle umbringen außer seine Zuträger, die dann Sklaven der Krieger werden und für Sie die ganze Arbeit übernehmen sollten!
00:06:29: Also hatten die Bauern noch einen Tag, um sich zu wappnen.
00:06:33: »Das hättest du natürlich nicht hören dürfen« sagte Knudo als er sich wieder zum Bett wandte.
00:06:39: »Da werde ich dir wohl die Zunge rausschneiden müssen.
00:06:42: »Hier mal schade, damit kannst du bestimmt wunderbare Dinge anstellen!«.
00:06:47: Er stand vor ihrem Bett, holte sein Glied heraus und begann daran zu reiben.
00:06:53: »Los, nehm ihn in den Mund – na los!«.
00:06:56: er zerte abrupt an ihren Haaren und zog ihr Gesicht vor seinen Unterleib.
00:07:02: Sie schien sich tatsächlich nicht dagegen zu wehren.
00:07:05: Griff mit der linken Hand nach seinem Glied Tatso, als würde sie es sich in den Mund schieben und schnellte mit der Rechten nun hoch, um es mit einem schnellen kräftigen Schnitt abzutrennen.
00:07:15: Blut spritzte in ihr Gesicht auf ihre Tunika aufs Bett.
00:07:19: Sein Glied warf sie ins Feuer ist zischste laut und bildete einen Funkenregen!
00:07:25: Einen Augenblick war absolute Stille – so als könne er gar nicht begreifen was ich so eben ereignet hatte.
00:07:31: Dann brach Erbrüllen vor Schmerz zusammen und krümpte sich auf dem Boden Im Fieger.
00:07:38: kein Schimpfwort ein, um das gerade erlebte in Worte zu fassen.
00:07:42: Im Liegen tastete er nach seinem Schwert – doch elz war schneller, stürzte sich auf ihn, stieß mit aller Kraft ihr Messer in seinen Arm.
00:07:50: Sofort schoss Blut wild pulsierend daraus!
00:07:53: Sie hatte offenbar eine wichtige Arterie durchtrennt.
00:07:56: Er griff mit der anderen Hand nach ihrem Hals, kann immer fester zu drücken.
00:08:06: Els bekam keine Luft mehr, würde sie den Angriff auf Knoto mit ihrem Leben bezahlen.
00:08:11: Mit letzter Kraft hieb Sie mit Ihrem Messer nach ihm!
00:08:15: Wieder brüllte er auf, wieder spritzte Blut in großen Mengen auf Sie – dann wurde ihr schwarz vor Augen.
00:08:24: Sie kam zu sich weil jemand an Ihrem Hals zog?
00:08:27: Nein nicht an Ihren Hals, sondern an den Fingern die sich um ihn kralten, er immer noch fast die Luft raubten.
00:08:35: Die Finger waren noch warm Aber der Mann unter ihr war tot.
00:08:40: Sofort erinnerte sie sich an die furchtbaren Abläufe in ihrer Hütte vor ihr, vor wie langer Zeit!
00:08:46: Wie lange war sie ohnmächtig gewesen und wer machte sich da an ihrem Hals zu schaffen?
00:08:52: Hans kam hier wie ein mattes Krächzen über die Lippen.
00:08:57: Erleichtert versuchte sich aufzurichten doch sie klemmte an diesem toten Körper.
00:09:03: das Blut klebt dann ihr und an ihm und sie beide zusammen.
00:09:08: Hans zog fester, dabei zerriss ihre Tunika von oben bis unten.
00:09:14: »Ich hole schnell einen Eimer mit Wasser um dich zu säubern!
00:09:17: Bist du verletzt?« fragt er besorgt.
00:09:20: »Nur innerlich.
00:09:22: Aber nicht so wie der hier« sagte sich mit abfälliger Kopfbewegung in Richtung Knotusleiche.
00:09:29: »Was machen wir mit ihm?«.
00:09:31: »Vergraben – so schnell wie möglich.
00:09:33: Ich war bei ihrem Lager, habe gesehen wie sie Diering gefesselt, geknebelt und gequält haben.
00:09:38: Aber auf Knodo warteten!
00:09:40: Da bin ich schnell davon geschlichen, wollte ihn abpassen und ausschalten – aber wie mir scheint hat das meine tüchtige Schwester schon
00:09:48: erledigt!".
00:09:49: »Ohne dich würde ich wohl jetzt gerade langsam ersticken«, erwiderte Els.
00:09:54: Dann berichtete sie kurz von dem Gespräch mit Knodo mit seinen Leuten.
00:09:58: «Er will das Dorf morgen überfallen», sagte Els, verbesserte sich dann.
00:10:02: Er wollte.
00:10:04: Sie goss sich etwas aus einem Eimer über ihren Schoß, begann sich hastig zu waschen.
00:10:09: Hat er dich?
00:10:10: Ja!
00:10:12: Aber er hat es nicht zu Ende gebracht, hoffe ich.
00:10:16: Wütend trat Hans gegen den Kopf des Toten.
00:10:19: Das hätte ich vor acht Jahren schon machen sollen.
00:10:22: Da lag er auch auf dem Boden.
00:10:24: Schattessen hast du mich aus den Flammen getragen.
00:10:27: Ja war wichtiger... Nachdem sie sich gewaschen und ihre alte verträgte Arbeitstunika angezogen hatte, schleppten sie den toten Knolle aus der Hütte.
00:10:36: Glücklicherweise war nur noch wenig gefroren.
00:10:39: Nach dem Hans die oberste Schicht mit der Axt gelockert hatte, begannen sie abwechselnd zu graben bis Elz am Saalhof einen zweiten Spaten holte.
00:10:47: Sie arbeiteten wie besessen wussten sie doch dass sie verloren waren wenn einer seiner Krieger sie sah oder eine aus dem Dorf dem Vogt davon berichtete.
00:10:56: Nachdem schon einige Lagen Erde auf Knudus Körper gelandet waren, bat Els ihren Bruder beim Zuschaufen des Loches kurz inne zu halten.
00:11:04: Sie holte das Körbchen mit dem toten Hundekörper und legte es in die halb gefüllte Gruppe.
00:11:09: Falls jemand nachschaut was wir denn hier vergraben haben?
00:11:13: Hans nickte!
00:11:13: Gute Idee!
00:11:15: Zuletzt ließen sie nur eine Stelle von der Größe eines Hundes als frisch gewendete Erde frei.
00:11:20: Trampelt den Rest fest und verteilten Blätter und Gräser darauf.
00:11:24: Als nichts mehr auf das Geschehen hinwies, die blutigen Stoffe und Binsen verbrannt, neue verteilt und auch das Bett völlig gereinigt war, erhob sie sich.
00:11:33: Der Rücken schmerzte.
00:11:35: Unschlüssig fasste sie sich an den Hals – und erschrak!
00:11:39: »Heilige Els!
00:11:41: Was hast du?
00:11:42: fragte Hans.
00:11:43: Deine Kette!
00:11:44: Sie ist weg!
00:11:45: Wann hattest Du sie
00:11:46: zuletzt?!
00:11:47: Als der anfing mich zu wirken….
00:11:49: Oh Gott, dann isst sie jetzt wohl für immer da unten in seiner Faust.
00:11:53: Wir müssen sie da rausholen.
00:11:55: Jetzt nicht, jetzt ist erst einmal Ruhe hier im Dorf und dafür hast du gesorgt!
00:12:00: Du wirst nie darüber reden aber immer stolz darauf sein dürfen.
00:12:04: Hm, sagte sie eher nicht.
00:12:07: Wieso das?
00:12:08: Es gibt schon wieder einen neuen Knoto.
00:12:10: Er heißt Lutscho und ist sein Sohn.
00:12:13: Hans blickte sie unglaublich an.
00:12:15: Wie alt?
00:12:17: Älter hat sich, größer hat sich Kräftiger als ich Aber Gott sei Dank Dümmer als ich.
00:12:25: Noch!
00:12:28: Neunzittes Kapitel, Verbindung.
00:12:34: Anders als der Schnee vor Weihnachten hatte vermuten lassen war der Winter außerordentlich milde geblieben.
00:12:40: Die Bauern und Handwerker dachten deshalb mit dunkler Vorahnung an die Allgegenwart von Ungeziefer im nächsten Frühling- und Sommer sowie es nach ähnlichen Wintern ohne lange und starke Frostperioden immer wieder ein lang von Niers Schleck und Flöt zu erleben uns erleiden.
00:12:56: Trotzdem waren ihre Gefühle von der Leichterung geprägt.
00:12:59: In einer der Nächte nach der Ankunft von Knoto hatte Lyudfrid sie alle ganz leise mit ihren Waffen um sich versammelt, hatte sie gebeten ihm zu folgen, um die vermutlich betrunken Militäts am frühen Morgen zu überraschen und sie zu überfallen statt auf deren Attacke zu warten.
00:13:15: In den Wäldern rund um die Hütten waren sie dann auch weitere Bauern gestoßen, die dieselbe Idee hatten.
00:13:20: Die Süchterner waren, die sich seit Tagen häufenden Überfälle und Vergewaltigungen ihrer Frauen durch die rücksichtslosen Männer leid hatten.
00:13:28: sie beobachtet und gewartet bis sie fest schliefen um ebenfalls eine Überraschungsangriff starten zu können.
00:13:35: Nicht einmal eine Wache hat ein Knotesleuter aufgestellt – und so waren die mit ihren knüppeln Streitächsten messern und einfachen Schwertern den zwar erfahrenen aber schlafenden Kriegern weit überlegen!
00:13:47: Als die erste Hütte in Flammen aufging, entschlossen sich alle noch nicht getöteten Militäst zur überstürzten Flucht.
00:13:54: In den folgenden Tagen bemerkten Vali und ihre Geschwister immer wieder einzelne Krieger, die aufmerksam spähend durchs Dorf ritten, auf der Hövelburg von Knodo einkehrten, die nur nach Lutschum mit den Handlangen seines Vaters bewohnte und dann wenig später wieder abzogen – sie waren ganz offenkundig auf der Suche nach Knodo, stellten diese nach einigen Tagen jedoch ein.
00:14:15: Bei einem Besuch Dem neuen Unfreien des Saalhofes hatte Els wie zufällig von angeblichen Beobachtungen erzählt.
00:14:23: Sie selbst könne das nicht bestätigen, aber es gäbe wohl Hinweise dass Clodo zur fraglichen Zeit zum Vogt nach Kampen habe reiten wollen.
00:14:31: Er müsse ziemlich betrunkengewirkt haben und sei möglicherweise vom Pferd gefallen und in das Moor am Rand der Schleck gestäupert – aber so genau habe das niemand gesehen!
00:14:40: Diese Erzählung setzte sich bald immer mehr als Überzeugung zum rätselhaften Verschwinden des Miles durch.
00:14:47: Für Glaubwürdigkeit hatte Elz selbst gesorgt, indem sie die Zügel von Knodos fährt das an der Schenke angebunden gewesen war, gelöst und es vorsichtig durch das menschendere Dorf zum grünen Weg geführt hatte.
00:15:00: Dort war's neben dem Moor friedlich grasend von Allat entdeckt worden nachdem er am frühen Morgen Lutscho in seinem eigenen Bett gefunden hat.
00:15:08: Knodos Sohn hatte sich selbst nicht erklären können, wie er da hingekommen war.
00:15:13: Hatte nur etwas von furchtbaren Kopfschmerzen und noch schlimmeren Albträumen erzählt.
00:15:19: Mit dem neuen Pfarrer hatten die Campner kein Glück.
00:15:22: Ab Heinrich stück einen hoffnungsvollen jungen Priester vor – der Erzbischof entschied sich jedoch für einen eigenen Vertrauten.
00:15:29: Doch der trat lieber die Nachfolge eines Diakons in einer der Kölner Kirchen an, nachdem der Alte nur wenige Tage vor dem geplanten Amtsantritt in Kempten gestorben war.
00:15:39: So blieb die Stelle erneut bekannt.
00:15:42: Der kurz vor Weihnachten eigentlich nur zur Verstärkung geschickte Kaplan Reinhardt versuchte das Leben der Gläubigen so gut es ging kirchlich zu begleiten.
00:15:51: An einem der ersten heißen Tage im Mai, Tausendfünfzig wurde Lambert losgeschickt – die Dinge und seinen umliegenden Gemeinden zu klären.
00:16:00: Abteinlich erwartete, dass Lambertsunot selbst noch einmal für eine Übergangszeit die Pfarrgeschäfte übernehmen würde.
00:16:07: Der nun vierundzwanzigjährige Priester hatte auch selbst mit diesem Gedanken gespielt – doch kurz vor seinem Aufbruch war ein Boote in Gladbach eingetroffen mit der Bitte von Anno als neuem Domprobs der Stiftskirche Sankt Simon und Judah in Goslar, Zwecks wichtiger Besprechungen in den nächsten Tagen zu ihm zu reiten!
00:16:24: Benzo sah Lambert beim Erreichen des Öteortseinganges als erstes und zeigte ihm stolz seinen fast fertigen Kiefernhof.
00:16:32: Daraufhin ging er mit ihm zusammen durchs Dorf, erzählt ihm alle Neuigkeiten und stellt ihm die neuen Bewohner- und Bewirtschafter der Saalhofs vor.
00:16:40: Lambert und Kaplan Reinhard kannten sich längst und zogen sich erstmal in die Studierstube zurück.
00:16:45: Die Nachfolge von Benzo – als unfreier im Diensten des Saalhofes hat der Epo angetreten.
00:16:51: Er verstand nicht, warum Benzo so aufgeregt und gerade zu begeistert war.
00:16:56: Doch als er erfuhr wie viele Ideenbruder Lambert in seiner Zeit im Campemun öd hatte – und der auch die Beendigung von Benzos Leib-Eigenschaft bewirken konnte – sprang die Unruhe sogleich auf ihn
00:17:06: über.".
00:17:07: »Vielleicht kann der Kaplan irgendwann dasselbe für euch tun?« sagte Benzo und erreichte damit das Epo mit seiner Frau umgehend begann ein besonderes Begrüßungsmal vorzubereiten.
00:17:19: Bevor Benzo zur Baustelle seines Hofes zurückkehrte, machte er einen kleinen Abstecher zu Mühle.
00:17:24: So nannten die Öter inzwischen die Hütte von Elz obwohl ihre kleine Behausung weit davon entfernt war wieder eine funktionierende Mühlle zu sein.
00:17:33: Elz war nicht da aber sie hatte Flora ihre neue Hündin allein zurückgelassen also konnte sie nicht weit sein.
00:17:40: ein lautes Geräusch war vom Ufer der Niers zu hören.
00:17:43: Elze war dabei ihre Wäsche zu machen.
00:17:45: Gerade schlug sie eine nasse Tunika auf einen großen Stein neben den Fluss.
00:17:50: Sie war intensiv mit Nachdenken beschäftigt und merkte gar nicht, wie der Vater ihrer besten Freundin näher kam.
00:17:56: »Hallo Elz!« – Sie zuckte zusammen, sammelte sich aber sofort wieder als die Benzo erkannte und lächelte ihn freundlich an.
00:18:03: «Hab dich gar nicht gehört?
00:18:05: Was habe ich gemerkt?« meinte er kopfschüttelt.
00:18:08: Seit einiger Zeit wirkt der Els oft abwesend….
00:18:11: Sie war offenbar mit einem neuen, größeren Vorhaben im Kopf beschäftigt und mit ihren Gedanken dauernd woanders.
00:18:18: Weihnachten hatte sie nach dem Gottesdienst in Kempten auf dem Heimweg wie zufällig die Nähe von Sophia gesucht, hatte sich mit ihr ein wenig von der Gruppe entfernt und sie dann darauf angesprochen, dass es nun ja nur noch ein gutes Jahr sei bis sie fünfzehn werde und sie ja endlich das sonderbare Geheimnis anvertrauen
00:18:35: werde.".
00:18:36: Sophia hatte sie mit Mitleidiger Mina angeschaut und sie gefragt, wie weit sie denn mit ihren Lese- und Schreibkenntnissen gekommen sei.
00:18:43: Hält zwar ratlos!
00:18:45: Mit Lambert hatte sie da zwei große Fortschritte gemacht – aber das lag nun schon ein Dreivierteljahr zurück.
00:18:51: Zu Sophia konnte sie nicht ohne lästige Fragen im Dorf auszulösen ….
00:18:56: Und Kaplan Reinhard wollte sie nicht fragen….
00:18:59: Ob Ljudfried ihr hätte helfen können, wusste sie nicht.
00:19:02: Sie hatte ihn nun schon seit Januar nicht mehr gesehen, weil der wieder nach Italien gereist war.
00:19:07: Ihre Sorgen waren nicht kleiner geworden als Sophia ihr gesagt hatte – sie werde wohl kaum etwas von dem Geheimnis verstehen wenn sie nicht fleißig gelernt habe.
00:19:17: Auch jetzt war sie wieder in Gedanken auf der Suche nach einem Lehrer gewesen, als Ben zu sie grüßte und sie an seinem freudestrahlen Gesichtsausdruck erkannte dass er eine gute Neuigkeit hatte!
00:19:28: »Weißt du, wer so eben eingetroffen ist?« fragte Benzo.
00:19:32: Konnte aber selbst die Antwort nicht mehr abwarten.
00:19:34: »Buder Lambert!
00:19:35: Das ist schön, nicht?«.
00:19:36: – »Schön!
00:19:37: War gar kein Ausdruck.
00:19:38: Augenblicklich schoss die Hitze in alle ihre Glieder.
00:19:41: Durchflutete ihr Gehirn, ließ sie keinen dringenderen Wunsch mehr haben als aufzuspringen und zu ihm zu rennen.
00:19:47: So schnell es ging….
00:19:48: Doch sie musste alle Begehrlichkeiten und sich selbst sofort wieder einfangen.
00:19:53: Erstens durfte schließlich keiner wissen, was sie mit Lambert verbannt.
00:19:57: Und zweitens musste sie sich selbst auch erst mal wissen, wie es nun um Sie beide stand.
00:20:01: So viele Monate hatte sie nichts mehr von demjenigen gehört oder gesehen, die in sie über alles liebte.
00:20:07: Hat er sich entschlossen, sie für immer zu vergessen?
00:20:11: Je länger die Trennung wehrte, desto sicherer war sie sich gewesen, dass auch sie ihn vergessen sollte – das das mit ihnen keine Zukunft haben konnte.
00:20:19: und trotzdem waren plötzlich alle Gefühle wieder da ja stärker noch als je zuvor!
00:20:25: Dann schauen wir doch mal, ob er auch irgendwann mal wissen will wie ich jetzt wohne", sagte sie Bänzo und zwang sich in aller Ruhe eine weitere Grobe und eine leichte Tunica zu waschen.
00:20:36: Derwald trat Bänso aufgeregt von einem Fuß auf den anderen und erzählte nun schon zum zweiten Mal, wie Lambert ihn und den neuen Käfernhof gelobt hätte.
00:20:44: Wie freundlich und weise und großartig dieser Mann des Herrn doch sei!
00:20:48: Elz sagte nichts dazu, während sie mit Bänzu zu ihrer Hütte ging.
00:20:52: Sie hängte ihre Wäsche auf die Leine und betrachtete die Vorbereitung für die Vergrößerung ihrer Behausungen.
00:20:58: Gedanken verloren bemerkte sie gar nicht, wie sich Wallis Vater verabschiedete um zum Kiefernhof zurückzugehen.
00:21:06: Sie ließ ihren Blick schweifen – Die ersten Kräuter für die neue Saison waren längst geerntet Und die Schlüsselblumen schon fast verblüht.
00:21:15: Wenn sie wieder blüten würde sie die schönste aufbewahren und an ihrem nächsten Geburtstag feierlich in ihr Haar flechten, weniger als zwölf Monate.
00:21:26: Bei dem Gedanken wurde sie wieder nachdenklich – Sie musste doch noch dringend Ihr Latein verbessern!
00:21:33: Sorgfältig glättete sie ihre neue Tunica.
00:21:36: Sie war gespannt wie Lambert darauf reagieren würde, dass sie erneut ein großes Stück gewachsen war.
00:21:42: In der einen Nacht voller Glück-undzärtlichkeit hatte sie ihm gerade zur Nasenspitze gereicht.
00:21:48: Als sie jetzt das damalige Nachtgleid mit der neuen Tonika verglich, ahnte sie nun fast auf Augenhöhe mit ihm zu sein.
00:21:55: Sie war nun so groß wie die meisten Frauen im Dorf – sogar größer als viele junge Frauen, mit denen sie aufgewachsen war und die so viele Jahre auf sie herabgeblickt hat.
00:22:06: Flora begann zu bellen.
00:22:08: Offenbar näherte sich jemand der Mühle den die Hündin noch nicht kannte.
00:22:12: Gleich würde sie ihn endlich wiedersehen.
00:22:15: Floras Reaktion nach würde sie in wenigen Augenblicklambat in ihre Arme beschließen können.
00:22:21: Aber es war Claudia, die Frau von Epo – auch die kannte Flora noch nicht so gut!
00:22:27: »Kaplan rein hat, schickt mich« begann sie sofort nach dem Elz, ihr ein paar Schritte entgegen gekommen und sie begrüßt hatte.
00:22:34: Er fragte, ob er nicht mit ihm und seinem Gast einem hohen Kirchenmann aus Gladbach zu Abend essen wollte.
00:22:41: Am liebsten wäre Elz sofort an ihr vorbeigestürmt.
00:22:44: Doch sie zwang sich ruhig zu bleiben….
00:22:47: »O, das ert mich aber sehr!« sagte sie fieberhaft.
00:22:50: nach der zweiten Hälfte des Satzes suchen.
00:22:53: »Aber ich habe leider schon gegessen und ganz und gar kein Hunger mehr.
00:22:57: Dabei knurrt ihr bei dem Gedanken an ein kleines Fest mal im Saalhof Verräterich der Magen.
00:23:03: Sie hatte so großes Verlangen nach Lambert, aber überhaupt keine Lust ihm wiederzubegegnen wenn sie dabei womöglich von allen angestacht würde und zu tun müsste als hätten sie sich nur früher mal flüchtig gekannt.
00:23:15: Wenn er nichts mehr von ihr wissen wollte, sollte er sich nicht hinter irgendeiner Gesellschaft verstecken, sondern es ihr persönlich und unter vier Augens sagen.
00:23:26: Richtet ihm doch aus, dass ich gerne morgen früh die Kapelle wieder mit frischen Blumen schmücken und ich dann einmal kurz vorbeikommen könnte", sagte Els und drehte sich so abrupt und bestimmt um, daß Claudia sich nur noch wundern konnte.
00:23:40: Sie freut sich.
00:23:40: bestimmt hatte dieser Mönch Lambert vorhergesagt als er den Kaplan überzeugt hatte, das Gespräch mit Els zu suchen.
00:23:47: Dieser habe sicherlich auch für ihn gute Ideen für alle mögliche Gelegenheiten wenn er vorübergehend die Pfarre in Kämpfen leiten würde – so sei es bei ihm damals auch gewesen.
00:23:57: Claudia hatte zwar fest mit einer Zusage von Els gerechnet, wenngleich ihr unwohl bei dem Gedanken war.
00:24:04: was hatte schon eine junge Frau am Tisch von zwei Priestern zu suchen?
00:24:08: Mit Überraschung und Erleichterung nahm sie die Antwort von Els entgegen.
00:24:12: Allerdings stand sie damit vor einem neuen Problem.
00:24:15: Wie sollte sich das den hohen Herrn unterbreiten, ohne Sie zu verletzen?
00:24:23: Weiter geht es an dieser Stelle mit Episode Zweiundzwanzig in der nächsten Woche!
00:24:28: Wenn Ihr so lange nicht warten wollt, das ganze Buch im Zusammenhang lesen oder verschenken wollt auf www.d-uda-sager.de erfahrt Ihr wie Ihr es gedruckt oder als E-Book bekommt.
00:24:42: Wir wünschen Euch eine spannende Lektüre.
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