Die Uda-Saga, Band 1, Episode 19
Shownotes
Große Aufregung herrscht in Italien, als Liutfrid und Diring eine Gruppe von Milites belauschen, die auf dem Rückweg über die Alpen sind und ein ganz bestimmtes Dorf überfallen wollen - in Liutfrids Heimat! Kommen sie noch rechtzeitig, um die Oedter zu warnen? Dort hat Elß inzwischen alle Vorbereitungen abgeschlossen, um ein Projekt zu verwirklichen, das alle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt. Als Vertreter des Abtes trifft Lambert jedoch eine weise Entscheidung.
Transkript anzeigen
00:00:05: Die Udasager wünscht Euch einen schönen Sonntag und heißt Euch herzlich willkommen beim neuen historischen Roman vom Niederrhein, dem mit der besonderen Perspektive.
00:00:15: Taucht ein in das spannende Leben der ganz normalen Menschen – den Bauern, der Bürger, der Soldaten und wie sie ihren Alltag erlebten im Deutschland des elften Jahrhundertes und in den vielen Generationen danach!
00:00:30: Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse begleiten wir zusammen diejenigen die in der Geschichtsschreibung zu oft, zu kurz gekommen sind.
00:00:38: Deshalb spielt in jedem Band eine starke Frau aus dem Volk die Hauptrolle!
00:00:43: Wir wünschen spannende Stunden mit der Uda-Saga!
00:00:50: Ihr hört Band eins – Der Uda Saga mit dem Titel ELZ.
00:00:55: Wie ihr ihn als Buch oder Ebook bekommt erfahrt ihr auf www.die-uda-saga.de.
00:01:05: Also los Mit Episode XIX von ELZ.
00:01:12: Was ist?
00:01:13: fragt Diering.
00:01:15: Ich kenne den, ich kenne ihn besser als mir und ihm lieb sein kann, sprach er leise.
00:01:21: Knodo fügt er nur hinzu.
00:01:24: Dierings Augen weiteten sich.
00:01:26: Der Knodo, von dem du mir so viel erzählt hast auf den wir in Süchteln ganz besonders achten sollten, Ljudfrid Nikta Auch wenn ich dir noch nicht alles über diesen gewissenlosen Verbrecher erzählt habe.
00:01:40: Liudfrid zog Diring auf die andere Straßenseite hinter einer auslande Buche.
00:01:46: Wie viele hat er um sich?
00:01:48: Nicht sehr viele, vielleicht ein Dutzend Militäts Also zu viele für uns zwei Ja und wenn sie Teil einer kaiserlichen Heeres Einheit sind müssen sogar mehr in der Nähe sein Könnte natürlich auch sein dass sich diese hier abgesetzt haben.
00:02:03: Ich hörte, wie sie über einen bevorstehenden Ritt über die Alpen redeten.
00:02:07: Dann geh bitte noch mal rein und höre genauer hin!
00:02:10: Aber lasst das mit dem Lager für die Nacht.
00:02:12: Frag den Wirt lieber nur nach dem nächstgelegenen Schmied.
00:02:15: Gut, mach ich.
00:02:17: Schon kurze Zeit später war er wieder zurück... Er sagt im nächsten Dorf vielleicht drei Malen von hier gibt es etwas Abseits von einem Fluss ein brauchbaren Schmiet.
00:02:26: Und was hast du von Knodo gehört?
00:02:28: Nichts.
00:02:29: Als sich die Schenke betrat, haben sie sofort die Kapfe zusammengesteckt und sich nur nach Flüstern unterhalten.
00:02:35: Mist!
00:02:36: Ja, bedeutet bestimmt nichts Gutes, um so wichtiger ist zu erfahren was Sie vorhaben.
00:02:42: Sie besprachen sich kurz, dann schlicht sich Lyudfried auf die Rückseite des Gasthouses, um an der nächstgelegenen Bretterwand zu lauschen.
00:02:50: Die Ring sollte ihn warnen wenn einer von ihnen rauskommen würde.
00:02:54: Tatsächlich hatten die Unterhaltung von Knodo und seinen Begleitern wieder normale Lautstärke angenommen.
00:03:00: Durch die Ritzen in der Außenwand konnte Ljudfrid nun jedes Wort verstehen, wie gut dass es in Italien zu meist wärmer war und die Holzwände nicht so abgedichtet waren als die am Niederrhein – aber selbst da hätte man nun fast alles verstehen können!
00:03:14: »Tränken wir, Freunde!
00:03:16: Trinken wir auf den neuen Herrn von Öd!«.
00:03:20: Ljudfrid fuhr der Schreck in alle Glieder.
00:03:23: Es war eine fröhliche Zecherei, in dem allgemein Rufen und Schreien waren nun kaum noch etwas Sinnvolles zu hören.
00:03:30: Bis einer fragte, »Und wann genau wollen wir zuschlagen?«.
00:03:34: »Hab ich doch jetzt schon ein paar Mal erklärt!« war Knude unwischt zu hören.
00:03:39: – «Ich weiß es noch nicht.
00:03:41: Ich war ja auch schon längere Zeit nicht mehr da.
00:03:44: Nachdem ich den Pfaffen mit seiner Hütte angesteckt habe, meinte der Vogt, ich sollte mich eine Weile fernhalten.».
00:03:50: Ich muss also erst die neuen Verhältnisse klären.
00:03:54: Aber ihr könntet in der Gegend ein kleines Lager errichten und auf meine Nachricht warten?
00:03:58: Den ganzen
00:03:59: Winter?!
00:04:00: Nein, das denke ich nicht!
00:04:01: War Knotu zu vernehmen... Weihnachten sollten wir alles geschafft haben.
00:04:05: Dann können wir an die Stelle der abgebrannten Höfe erstmal hütenbauen Und damit unseren Anspruch klarmachen.
00:04:11: Im Frühjahr fangen wir dann direkt an Alles so auszubauen Wie es uns passt.
00:04:16: Dann kann uns keiner mehr Richtig
00:04:19: Männer?!
00:04:19: Ein Ohren betäumter Jubel war die Antwort.
00:04:24: Diering mußte sich verschätzt haben, das waren wohl sicher mehr als zwei Dutzend Kehlen!
00:04:29: Ljudfrid lief es trotz der immer noch warmen Luft – Eis kalt den Rücken herunter!
00:04:36: »Wir müssen was unternehmen sofort« sagte Ljudefrid, als er Dierig erreicht hatte und mit ihm wieder auf die andere Seite des Baumes gewechselt war.
00:04:44: »Was hast du gehört?
00:04:45: – Dass sie mein Heimatdorf überfallen, alles niederbrennen und sich dann zu den neuen Herren erklären wollen.
00:04:51: – Oh, sagte Diering nur!
00:04:53: Wie viele Menschen leben denn da?
00:04:56: Ich weiß nicht genau.
00:04:57: Bin ja auch immer kurz durchgeritten.
00:05:00: Früher waren es acht selbstständige Höfe von freien Bauern, aber es wurde im Osten eifrig gerodet, könnten jetzt also schon mindestens ein Dutzend oder mehr sein.
00:05:10: Hinzu kommen der Saalhof und noch ein paar kleinere Höfe vom Hörringen.
00:05:14: Das macht also mindestens sechzig, wenn nicht sogar achtzig Leute mit allen Knechten und Märkten vielleicht sogar noch mehr.
00:05:20: Die könnten sich gegen diese Horde doch bestimmt verteidigen, wandte die Ring ein.
00:05:25: Nicht wenn die Militessen nachts brandschatzend und mordend durchs Dorf ziehen!
00:05:29: Von meinem Vorfahren weiß ich, dass die Normannen das vor gut hundertfünfzig Jahren mit noch viel weniger Männern geschafft haben.
00:05:35: Sie hatten einen Tagesritt von Öd entfernt sogar ihr wichtigstes Lager aufgebaut, von dem aus sie zu Raubzügen bis nach Gladbach, Köln, Duisburg und Xanten aufbrachen.
00:05:44: Das berühmte Wikingerlager Asselt?
00:05:47: Genau das!
00:05:48: Von wo aus die Wikinger auch nach Aachen zogen und die Kapelle von Karl-Dem-Broßen zum Pferdestall machten?
00:05:54: Nachdem sie viele Menschen mit samt den wertvollen Schriften einfach in Brand gesteckt hatten, ergänzte Lyudfried.
00:06:00: Er wandte sich zum Eingang des Klosters.
00:06:03: Die Ring hielt ihn zurück.
00:06:05: »Du willst doch jetzt nicht etwa zur Gräfin«, mahnte er ihnen.
00:06:08: »Natürlich!
00:06:10: Ich muss sofort los und meine Leute in Öd waren und auf den Angriff vorbereiten.
00:06:14: Du musst im Augenblick nur eins – auf ihrem Todesaufpassen ganz besonders wenn Knoto in der Nähe ist.
00:06:22: Sie wollen aber, dass Weihnachten der Ort schon niedergebrannt ist.
00:06:25: Das es ihnen nicht mal vier Monate hatten!
00:06:27: Ich brauche doch mindestens drei bis ich zurück bin.
00:06:29: Wenn der Herbst einbricht und der Winter kommt eher noch
00:06:32: mehr.".
00:06:33: Knode und seine Halunken auch.
00:06:35: Aber die müssen sich erst nach Rom und vorher tagelang auf neue Hufeisen für die Pferde warten.
00:06:41: Das Streitgespräch ging eine ganze Weile so weiter... Das Lyotfrids Körperhaltung von angespanter Aufbruchsbereitschaft zu hängenden Schultern gewechselt war, wertete Diring als gutes Zeichen.
00:06:53: Was hältst du davon wenn wir unser Sachen da vorne in dem kleinen Wäldchen auspacken und wir abwechselnd schlafen?
00:06:59: Während der andere neben dem Wirtshaus wacht und versucht das eine oder andere an zusätzlichen Hinweisen mitzukriegen?
00:07:06: Am nächsten Morgen tauschten sie sich aus – es waren nicht viel dazugekommen!
00:07:11: Die Militis im Wirtshaushalz waren auch schnell eingeschlafen Einige sogar in der Schenke sitzen, zwei vor dem Haus als sie beim Pinkeln total besoffen umgekippt und einfach liegen geblieben waren.
00:07:23: Es war nur davon die Rede gewesen dass Sie sich vor dem Ziel trennen wollten Knudo würde mit seinen beiden Gehilfen allein weiter reiten und unterwegs einen Sohn dessen Mutter entreißen.
00:07:34: Die vornehme Frau habe das Kind ihrem Ehemann als Erben präsentiert doch könne inzwischen jeder sehen, daß Knodo ihn gezocht habe.
00:07:42: Wo die anderen sich bereithalten sollten, stand entweder noch nicht fest oder sie kümmerten sich in den wenigen Unterhaltungen vor der Nachtruhe nicht darum.
00:07:51: Jedenfalls brachen sie bereits in den ersten Morgenstunden auf – Sie führten sogar einen Wagen mit sich, auf dem sie offenbar reichlich Beute geladen hatten.
00:07:59: Als Newt Fried das sah beruhigte er sich.
00:08:01: Mit dem Wagen wären sie deutlich langsamer unterwegs als er wenn er im scharfen Galopp nach Öd zu kommen versuchte.
00:08:08: Gleichwohl entschied er sich dazu offen und ehrlich mit der Gräfin die neue Lage anzusprechen.
00:08:14: Sie zeigte Großes Verständnis, und war ebenfalls besorgt als sie erfuhr wie gefährlich dieser Knoto war.
00:08:20: Er könne sogar die Rolle eines neuen Balderichs am Niederrhein einnehmen und nach dem Besitz in Aspel greifen.
00:08:26: Und als ich hörte dass sich dieser Knodo in nördliche Richtung auf den Weg gemacht habe ermunterte Siljotfried sogar so schnell wie möglich aufzubrechen um möglichst vor ihm am Niederein zu
00:08:36: sein.".
00:08:37: Ich habe vielleicht eine bessere Idee, michte sich Diering ein.
00:08:40: Wir begleiten euch wie geplant nach Rom.
00:08:43: Das sind jetzt nur noch drei oder vier Tage und dann übergeben wir Euch in die Urput eines Klosters.
00:08:49: So wie ich Euch verstanden habe werdet Ihr nicht nur ein paar Tage in Rom bleiben Dann solltet ihr doch den Winter verbringen weil es sonst auf dem Rückweg in den Alpen gefährlich werden könnte.
00:08:59: Und dann sprachen ihrem Trudys und Biotfried wie aus einem Mund.
00:09:03: Dann begleite ich dich sagte er zu seinem Kameraden gewandt.
00:09:07: »Das ist für dich sicherer!
00:09:09: Und im Frühjahr sind wir beide wieder zurück in Rom.
00:09:12: Er hat recht,« sagte die Gräfin und damit war genau so entschieden.
00:09:16: statt weiterer Worte umarmte Lyudfried seinen Kameraten der bald zu seinem besten Freund werden würde.
00:09:25: Siebzehntes Kapitel – Erbin.
00:09:29: Es waren nun schon ihre achte Geburt.
00:09:32: Helz überlegte warum sie in diesen Tagen so viel zu tun hatte.
00:09:36: Offenbar waren in der zweiten Januarhälfte die Paare in Öd alle zur gleichen Zeit, in den bitter kalten Winternechten zusammengerückt um sich nicht nur gegenseitig zu wärmen.
00:09:46: Jedenfalls freute sie sich nun bereits einen guten Ruf bei den Dorfbewohnern zu haben.
00:09:51: Anfangs hatte man über eine erst dreizehnjährige Heberbe die Nase gerümpft doch die vielen Übungen mit Grasjana deren nächtelange Berichte was in der Endphase seiner Schwangerschaft alles an Schwierigkeiten kommen könne Worauf man dann achten müsse und welche Handgriffe da nötig seien, ließen Els eine Selbstsicherheit gewinnen die sie selbst kaum für möglich gehalten hatte.
00:10:13: Land auf, land ab, waren es die Menschen gewohnt das viele Geburten für Mutter oder Kind oft genug auch für beide mit dem Tod endeten.
00:10:22: Das Els bisher nur für lebendige Mütter und Kinder gesorgt hatte ließ die Achtung ihr gegenüber steigen.
00:10:28: Sie hatte zudem noch im Herbst damit begonnen, zwischen Saalhof und Mühlenruine weitere Kräuterbete anzulegen.
00:10:34: Sie konnte also inzwischen auch bei den üblichen Krankheiten mit immer besseren Mitteln helfen.
00:10:40: Nur über eines wunderten sich alle – Els wollte für alles nicht direkt bezahlt werden!
00:10:47: Sie sagte jedes Mal nur wieviel Stunden Arbeitskraft der jeweilige Bauer ihr Schulde und dass sie nach der Erntesitzung um Bezahlungen in Form von kräftigem Anpacken bitten werde?
00:10:57: Wobei, war dann regelmäßig die Frage – werdet ihr schon sehen?
00:11:02: lautete die gleichbleibende Antwort.
00:11:05: Ihr Plan war in ihrem Kopf fast fertig und mit der Verwirklichung hatte sie mithilfe von Benzo, Vicky und Walli auch längst begonnen.
00:11:13: aber auch diese ließ Els zunächst im Unklaren.
00:11:16: Dass sie die für das nächtliche Schauspiel in die Ruine der Mühle herübergeschafften Decken, Kisten und Matratzen in den Saalhof geschleppt hatte – damit so kostbare Wäsche und gutbrauchbare Möbel nicht unnötig verdürmen – hatte noch allen eingeleuchtet.
00:11:30: Das sie aber vor Wochen das schreinern lernen wollte verwunderte schon
00:11:34: sehr.".
00:11:35: »Dann kann ich euch besser helfen!« hatte als Begründung keinen überzeugt.
00:11:39: Die Rollen waren seit Jahrhunderten klar verteilt.
00:11:42: Die Männer kümmerten sich um alles mit Holz- und Hof die Frauen um alles mit Haushalt und Kindern.
00:11:48: Bald hatte auch Els mit dem Nähen von neuer Kleidung mehr als genug zu tun, nichts passte ihr mehr!
00:11:54: Sie wuchs – nicht nur ihre Brüste waren inzwischen deutlich größer sie selbst schoss regelrecht in die Höhe so als wäre sie mit der Last der ungeklärten Vergangenheit auch einen Druck los geworden, der sie bislang so viel kleiner als gleichaltrige junge Frauen hatte sein lassen.
00:12:11: Das fiel natürlich demjenigen als erstes auf der sich schon seit Wochen nicht mehr gesehen hatte.
00:12:16: – Oh!
00:12:17: Ihr seid ja eine richtige Frau, entfuhr es Lambert als er an einem Abend Anfang Dezember den Saalhof erreicht hatte und schwungvoll von seinem Pferd gestiegen war.
00:12:26: Er wurde augenblicklich verlegen….
00:12:28: Entschuldigt wenn ich Euch beleidigt habe das wart ihr ja auch vorher schon.
00:12:33: Er jetzt schüttelte amüsiert den Kopf Und Ihr seht aus wie ein richtiger Mann.
00:12:39: Flüsterte sie ihm im Vorbeigehen zu, als sie nach dem Zügel seines Pferdes griff, um es ins Innere des Hofes zu führen.
00:12:45: Die ganze Familie hieß ihn wie ein guten Freund willkommen – weniger wie einen strengen Vorgesetzten.
00:12:51: Hat sich der neue Pfarrer schon vorgestellt?
00:12:53: wollte Lambert wissen?
00:12:55: Ja!
00:12:56: Er hat sogar schon zweimal hier genächtigt.
00:12:58: Ich hoffe das war in Ordnung fragte Hidda.
00:13:00: Ja natürlich er soll sich ja auch um die Interessen der Abteil kümmern und dazu gehören natürlich der Saalhof und die neue Kapelle.
00:13:08: Wird sie eifrig genutzt?
00:13:11: Es herrschte Betretenes schweigen.
00:13:14: Bis Walli sagte, ihr fehlt!
00:13:17: Bald wird es einen neuen Kaplan hier geben, verkündete Lambert feierlich.
00:13:21: Dafür habe er sich eingesetzt vor allem mit dem Hinweis auf das beachtliche Wachstum in Campen und seinen Nachbardörfern.
00:13:28: Tatsächlich wurde überall gerodet nicht mehr lange und Campen würde mehr Bürger zählen als andere Orte die längst Stadtrechte bekommen hatten aber auch Ödfuchs Nicht nur im Ort selbst, sondern auch in den Siedlungen nördlich und südlich entlang der Niers.
00:13:43: Er dürfe noch nicht sagen, wer es werde, doch er habe gehört, dass er aus seiner Heimat gerne die dochtigen Leib eigenen für die Bewirtschaftung Saalhofes mitbringen
00:13:51: wolle.".
00:13:52: »Und was wird aus uns?« fragte Benzo mit vor schreckaufgerissenen Augen.
00:13:57: – »Nun habt ihr's denn vergessen?
00:14:00: unser Gespräch an dem Morgen meines letzten Tages hier in Öt?
00:14:04: Das… das habt Ihr ernst
00:14:06: gemeint?!
00:14:06: fragte Benzo und zog nun die Blicke aller seiner Söhne und Töchter auf sich.
00:14:10: – Wie oft habt ihr mir Scherzen hören, wenn ich hier ein paar wichtige Veränderungen vornehmen wollte?
00:14:17: Statt einer Antwort fiel Benzo auf die Knie und küsste die Hand von Lambert, der entzog sich der ungewohnten Geste, erhob sie statt testen und verkündete feierlich.
00:14:26: Im Namen von Abt Heinrich erkläre ich unseren treuen Diener Benzo für Entlassen aus der Leib-Eigenschaft der Abteil Gladbach.
00:14:34: Er möge uns als freier Bauer in Öd Freude bereiten und uns nie den fälligen Zehnten und weitere Verpflichtungen seiner neuen Stellung schuldig bleiben.
00:14:43: Für einen Augenbekerrschte überraschte Stille im Saalhof, dann fiel auch Heder auf die Knie – dass ich das noch erleben darf!
00:14:51: Dem heiligen Veto sei Dank und euch ganz besonders ehrwürdiger Priester des
00:14:55: Herrn!".
00:14:56: »Bruder Lambert reicht völlig« sagte Lambert und bat beide sich wieder zu erheben.
00:15:01: Ist noch etwas von meinem Weinvorrat da?
00:15:04: Fügt er hinzu?
00:15:05: Oder ist Euch nicht der Sinn nach ein wenig feiern.
00:15:08: Während Benzo und seine Familie aus dem Raum stürzten, um alles für eine kleine Feier- und ein improvisiertes Abend mal herbeizuschaffen, sagte Els nur einen Satz Das war klug, lieber Lambert!
00:15:20: Sehr klug – aber das weißt du selbst am besten!
00:15:23: Als er sich zu ihr umdrehte machte sie eine förmliche Verbeugung.
00:15:28: Darf ich die Abtei auch noch um etwas bitten, jetzt wo ihr Vertreter doch gerade so kluge Entscheidungen fällt?
00:15:35: Ein breites Grinsen zog sich über Lambert's Gesicht.
00:15:37: Was kam jetzt?
00:15:39: Sich ja irgendein alberner Versuch ihn wieder mal hochzunehmen!
00:15:43: Noch bevor er mehr dazu von Els erfahren konnte, kam der anderen wieder herein.
00:15:47: Sein Gesicht wurde schlagartig ernst als Els zu sprechen bekann'.
00:15:51: Ich bitte, um die Erlaubnis ausreichend Holz für die Wiedererrichtung der Mühle meines Vaters in den Wäldern der Abtei schlagen zu dürfen", sagte Elz und verneigte sich ein weiteres Mal vor Lambert.
00:16:03: Der wurde bleich.
00:16:05: Hedalys vorschreckt ihn grob fallen.
00:16:07: Valirif!
00:16:08: Elz bist du von Sinnen?
00:16:10: Eine ganze Stunde lang versuchten sie mit vereinten Kräften, Elz von diesem Vorhaben abzubringen.
00:16:15: Eine dreizehnjährige, allein in einer Mühle ohne das Handwerk eines Müllers je erlernt zu haben.
00:16:20: Dazu noch die besondere Situation, dass Knoto jederzeit wiederkommen könne und sie vermutlich als Erste umbringen und die Mühde erneut den Brand stecken würde!
00:16:29: Aber Sie gehört mir, versicherte Els.
00:16:32: Nein tut sie nicht, versuchte Ben so sie zu belehren.
00:16:35: Da Dein Vater, Deine Mutter und ein Bruder damals gestorben sind ist das Erbe natürlich an Heribot gegangen.
00:16:42: Richtig, Bruder Lambert?
00:16:44: Der druckste zunächst etwas herum.
00:16:47: »Wenn ich das richtig sehe, habt ihr damals die Überreste des Müllers seiner Frau eines Säuglings und eines Mädchens gefunden, dass er für Els hielt, das aber Maria war – richtig?«.
00:16:59: Benzo und Hedda nickten.
00:17:01: «Nicht die von Hans!
00:17:03: Richtig?!».
00:17:04: »Aber es war fast alles verbrannt.
00:17:06: Außerdem hat ihn danach auch niemand mehr gesehen, wandte Benzo ein.
00:17:11: Dann ist die rechtliche Situation nach meinem Eindruck noch ungeklärt, und Heribol steht als Erbe noch nicht fest.
00:17:18: Sich an Elzwenden fügt er hinzu?
00:17:21: Diese junge Frau hingegen hat auf jeden Fall das Recht ihr älterliches Haus weiter nutzen zu dürfen bis der rechtmäßige Besitzer feststeht!
00:17:30: Und da es ohne eigenes Verschulden abgebrannt ist, erhält sie auch das Recht zur Nutzung der Wälder der Abtei mit einer
00:17:38: Einschränkung.".
00:17:39: Mit gesenktem Kopf hatte Els diesen Feststellen zugehört.
00:17:43: Nun richtete sie ruckartig die Augen auf Lambert, Sie möge mit dem Holz eine ihr angemessene Behausung bauen aber mit allem was einem Mühler ausmacht bis zur Klärung der offenen Fragen warten.
00:17:55: Mehr als ein Dutzendmal hatte Lambert inzwischen Gerichtstage für die Abteilchen einzelne Dorfern abgehalten.
00:18:01: Zuerst wieder will ich dann aber mit zunehmender Freude.
00:18:04: Jetzt hat er eines wieder einmal nachgewiesen Je mehr Routine er entwickelte, desto sicherer konnte er sich sein im richtigen Moment die passenden Ideen zur Lösung von Streitigkeiten und Problem zu haben.
00:18:17: Danke!
00:18:18: sagte Els erleichtert.
00:18:20: Darf ich mit der Bezahlung bis zum nächsten Jahr warten?
00:18:24: Ja – aber nur wenn ihr sie nicht in Form von Geld sondern in den Form von Naturallien- und Dienstleistungen erbringt.
00:18:30: Wie darf ich das
00:18:31: verstehen?!
00:18:33: Ich habe meinen Brüdern von den vielen Heilkräutern berichtet, mit denen diese Gerda umzugehen wusste.
00:18:38: Nach meinem Eindruck hat sie Euch Ihr Wissen vermittelt und Euch dazu gebracht selbst viele dieser Kräuter zu züchten.
00:18:45: Unser Infirmarius auf dem Abteiberg hat selbst natürlich seit Jahren die wichtigsten Heilmittel bei der Hand aber er könnte durchaus noch deutlich mehr und etwas Anleitung beim Anbau gebrauchen.
00:18:56: damit wäre dann das Recht zum Holzschlag abgegolden.
00:19:00: Danke!
00:19:01: sagte Els ein weiteres Mal und die innerliche Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben.
00:19:08: »Ja, ja!
00:19:10: Ja, ja, ja...« sagte sie laut zu sich selbst als sie zwei Stunden später mit der Kerze in der Hand ihr kleines Zimmer betrat.
00:19:19: Es war im Saalhof eigentlich nur als Abstellkammer vorgesehen gewesen – Sie hatte in der Zwischenzeit aber das gewaschen und erneuerte Bettzeug aus der Mühle einen Bett gestellt und ihre Habseligkeiten darin untergebracht.
00:19:30: Schnell entkleidete sie.
00:19:32: Bei den aufregenden Gesprächen war ihr warm geworden.
00:19:35: Sie suchte nach der dünnsten Leinentunika und zog sie sich schnell über den Kopf.
00:19:39: Sie hatte sie sich mit ein paar schnellen Stichen aus einem Stoffrest selbst genäht.
00:19:44: Für die Nacht, wenn keiner sie sehen konnte, sollte sie reichen.
00:19:47: In den Winter-Moden hatten würde sie in der Mühle genügend Zeit haben, sich neue Kleidung herzustellen.
00:19:53: Fast hatte sie das Licht schon gelöcht, als ihr einfiel, dass dieses wohl der beste Moment wäre auf den Stuhl zu steigen und vom obersten Regalbrett das Pergament hervorzuholen, auf dem sie die neue Mühle skizziert hatte.
00:20:05: Sie bräuchte ja jetzt eine neue Version – die ohne Müllrad und sonstige Besonderheiten einer Mühler auskommen müsste und trotzdem die Möglichkeit bieten sollte alles ohne neuen Umbau nachträglich hinzuzufügen.
00:20:19: Gerade war sie auf den Schemel gestiegen als ihr klar wurde, dass sie sich den Falschen gegriffen hatte.
00:20:26: Das war der, der dringend nachgebessert werden musste und schon gab er nach, während sie trotz ihres Schreckens einen Schrei gerade noch unterdrücken konnte landete sie im nächsten Augenblick mit einem lauten Rumpeln unsanft auf dem Boden.
00:20:41: Im zwei Weidenhof hätte davon niemand was gehört.
00:20:45: Dort lag nur etwas reißig auf dem Erdboden.
00:20:48: Hier bildeten Dielen den Boden.
00:20:50: Hoffentlich schlafen alle anderen schon fest, dachte Els und rieb sich ihr Hinterteil.
00:20:56: Doch es dauerte nur kurze Zeit bis die Türe aufgerissen wurde.
00:21:00: Lambert stand mit einer Kerze auf der Schwelle.
00:21:03: Ist dir irgendwas passiert?
00:21:04: fragt er besorgt.
00:21:06: Nein!
00:21:06: Ich habe nun den falschen Stuhl benutzt.
00:21:08: Nun ist er endgültig hin, sagte Els.
00:21:10: entschuldigend Sie setzte sich auf Ihr Bett.
00:21:13: Geh ruhig wieder schlaven.
00:21:15: Er war schon im Begriff sich umzudrehen als der Blick auf das Perkament auf dem Boden fiel.
00:21:20: – Interessant, sagt er, bückte sich danach und setzte sich mit dem Blatt neben sie aufs Bett.
00:21:29: Du hast das alles schon seit Wochen bis in die winzigste Kleinigkeit geplant?
00:21:34: Ja!
00:21:34: Und nach der Erlaubnis der Abteil lege ich gleich morgen los.
00:21:38: Ganz allein?
00:21:39: Nein, Ich habe mir die Hilfe von vielen Ötern gesichert, die mir alle so viel schuldig sind dass sie mir nicht nur die Bäume fällen, sondern auch das Holz verarbeiten und mein Haus errichten bis für mich nur noch das Abdichten des Daches unter Wände rechtzeitig vor dem Winter zu tun bleibt.
00:21:55: Stolz streckte sie sich.
00:21:57: Dabei zeichneten sich ihre Rundung unter den dünnen Leinen so deutlich ab als säße sie nackt neben ihm.
00:22:05: Sie sah wohin sein Blick ging, schaute selbst an sich runter und griff nach seiner Hand.
00:22:11: Lambert!
00:22:12: Ich habe dich so vermisst... sagte sie leise und führte seine Hand auf ihre linke Brust.
00:22:20: Er begann zu zittern, sein Herz raste, sein Atem ging schneller – was passierte hier gerade?
00:22:26: Wie oft hat er sich ihr Wiedersehen vorgestellt und jedes Mal gewusst wie er sich von diesem Mädchen im Guten und ohne jedes Verlangen für immer verabschieden würde nachdem er sich vergewissert hätte dass es ihr gut ginge.
00:22:37: Aber da war immer ein anderes Bild in seinem Kopf gewesen.
00:22:40: Zwar auch mit diesen gutmütigen, gewitzten Klugen manchmal auch herausfordernden aber inzwischen so vertraut gewordenen Augen.
00:22:49: Auch diese feine Nase das etwas pausbäckige Gesicht dieser viel zu kleine Körper... ...aber nicht diese Älz!
00:22:57: Sie war soviel größer Soviel fraulicher Sovuel erwachsener geworden In so kurzer Zeit und er hielt immer noch ihren Bosen mit der steinhacht gewonnenen Brustwarze, die ihn zu allem Mögliche aufzufordern schien wie ihm klar wurde als er jetzt spürte was sich zwischen seinen Beinen entwickelt hatte.
00:23:16: Schlagartig sprang er auf!
00:23:18: Als ich kann es darf zum Nicht kam er nicht mehr.
00:23:29: Weiter geht's an dieser Stelle am nächsten Sonntag.
00:23:32: Wenn ihr so lange nicht warten wollt das ganze Buch im Zusammenhang lesen oder verschenken wollt Auf www.di-uda-saga.de.
00:23:43: erfahrt ihr, wie er es gedruckt oder als E-Book bekommt!
00:23:47: Wir wünschen euch eine spannende Lectüre!
Neuer Kommentar